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Thailand legalisiert Ehe für alle: Immer mehr Gleichberechtigung weltweit

Foto: (freepik)

Thomas Hackl Thomas Hackl
in Internationales
Lesezeit:2 Minuten
28. März 2024
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Thailand hat gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert. Das hat das Parlament in Bangkok mit einer gewaltigen Mehrheit beschlossen. Weltweit gibt es jetzt bereits 38 Staaten, in denen die Ehe für alle erlaubt ist. Tendenz steigend.

In Thailand wird gefeiert. Das Parlament hat mit einer gewaltigen Mehrheit ein Gesetz zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen beschlossen. Von den 415 Mitgliedern des Parlaments stimmten 400 für das neue Gesetz. Das Gesetz muss noch durch den thailändischen Senat, der jedoch äußerst selten Gesetze blockiert, und dann noch vom König des Landes bestätigt werden.

Thailand als Vorbild in Asien

Thailand gilt als eines der fortschrittlichsten Länder Asiens, besonders was Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung angeht. So sind etwa Kathoey, Menschen, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen, schon lange ein sichtbarer Teil der thailändischen Gesellschaft. Jedoch müssen auch Kathoey hart für ihre gesetzliche Anerkennung kämpfen und werden auch heute noch in vielen Bereichen diskriminiert.

Thailand Ehe für alle
Thailand gilt als eines der fortschrittlichsten Länder Asiens. Mit der Legalisierung der Ehe für alle hat das Land seinen Ruf bestätigt. (Foto: unsplash)

Das neue Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe soll jedoch auch in diesem Bereich für mehr Gleichheit sorgen. Statt Begriffen wie Ehemann, Ehefrau oder Vater und Mutter, sollen neutrale Begriffe wie Partnerin und Partner oder Elternteil benutzt werden.

Immer mehr Länder setzen Gleichberechtigung um

Thailand ist nicht das einzige asiatische Land, das die Ehe für alle erlaubt. Erst letztes Jahr wurde sie in Nepal legalisiert. In Taiwan sind gleichgeschlechtliche Ehen seit 2019 erlaubt. Insgesamt gibt es weltweit bereits 38 Länder, die die Ehe für alle eingeführt haben. Jedes Jahr werden es mehr. In Österreich können gleichgeschlechtliche Paare seit 2019 heiraten.

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Peter
Peter
31. März 2024 17:22

Die Schlagzeile „Immer mehr Länder setzen Gleichberechtigung um“ ist populistisch und übertrieben.
–
Thailand ist die Ausnahme, erinnert sei auch der Wiederstand der orthodoxen Kirche in Griechenland. Ansonsten nur Rückschritte, wie in Indonesien.
–
Grundlegend ändern wird sich erst etwas, wenn erkannt wird das LGBTIQ-Ignoranz enormen Schäden in der Wirtschaft, Industrie, Kultur und Forschung anrichtet, ohne das die Intoleranz irgend einen Vorteil und Mehrwert bring.
–
Das zeigt sich bei Russland sehr gut, die Menschen werden Verfolgt, ins Gefängnis gesteckt, zur Flucht gezwungen und zum Selbstmorde getrieben. Humanes Kapital das fehlt und auch nicht mehr Ersetzt werden kann. Was hat man davon rein gar nichts außer dem Irrglauben das das widernatürlich ist, und eine Religion in ihrem Hass befriedigt wird.
–
Saudi Arabien ist zumindest die Problematik bewusst, einen Ausweg aus dem Dilemma findet das Land dennoch nicht. Außer eine Doppelmoral das zusehends zu einem Problem wird. Das zu lösen entweder 10 Prozent der Bevölkerung abschlachten, oder doch zu Akzeptieren das LGBTIQ ein Realität ist, die sich nicht verbieten und verfolgen lässt. (Liebe war noch immer stärker als Terror und wird es auch bleiben.).

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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman

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