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Vorbild Deutschland? Diese 7 Grafiken zeigen, dass sich Österreich besser entwickelt

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Vorbild Deutschland? Diese 7 Grafiken zeigen, dass sich Österreich besser entwickelt

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Wirtschaft und Finanzen
Lesezeit:3 Minuten
14. September 2017
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Wir zeigen in 7 Grafiken, warum man sich Deutschland nicht zum Vorbild nehmen sollte, dass sich Österreich bei Wohlstand, Industrieproduktion und auch der Beschäftigung besser entwickelt und wo das „deutsche Wirtschaftswunder“ bröckelt.

1. Österreichs Wirtschaft wächst stärker

Vergleicht man die Wirtschaftskraft der beiden Länder, also die Entwicklung des BIP, zeigt sich: In beiden Ländern wuchs die Wirtschaft, doch Österreich legte stärker zu. Zwischen 2005 und 2016 hat sich das deutsche BIP um 36,5 Prozent gesteigert, das österreichische um 38,1 Prozent.

Auch beim BIP pro Kopf liegt Österreich vorne und hat sich im vergangenen Jahrzehnt besser entwickelt. Für Deutschland betrug das BIP pro Einwohner 38.100 Euro (2016), für Österreich 40.000 Euro.

Wirtschaftskraft pro Kopf

2. In Österreich wird mehr konsumiert

Dementsprechend wird in Österreich auch mehr konsumiert – und der Konsum sagt noch mehr über den Wohlstand aus als das BIP: In Österreich ist der Konsum um 34,2 Prozent gestiegen, in Deutschland nur um 25,5 Prozent.

Konsumausgaben pro Kopf

3. Österreich ist enorm produktiv

Noch entscheidender für die wirtschaftliche Position eines Landes ist die Produktivität – und hier liegt Österreich im absoluten Spitzenfeld. Österreich weist seit 1999 die zweit stärkste Entwicklung innerhalb der Eurozone auf. Deutschland liegt hier nur an 5. Stelle.

Eine hohe Produktivität ermöglicht den hohen Lebensstandard in gut entwickelten Volkswirtschaften: Gut ausgebildete Arbeitskräfte mit guten Löhnen und sozialer Absicherung erwirtschaften eine hohe Wirtschaftsleistung pro Arbeitsstunde.

Produktivitätswachstum in der Eurozone 1999-2015

4. In Österreich wird auch mehr produziert 

Wie attraktiv Österreich als Wirtschaftsstandort ist, zeigt auch die wachsende Produktion der Unternehmen: Sowohl bei Waren, als auch im Bergbau- und Energiesektor steigt die Produktion hierzulande viel schneller als in anderen Euro-Ländern.

In Österreich ist die Produktion mittlerweile weit über das Niveau vor der großen Finanz- und Wirtschaftskrise geklettert. Deutschland hat es dagegen wie die meisten Euro-Länder nicht geschafft, wieder so viel zu produzieren wie vor der Krise.

Industrieproduktion

5. In Deutschland verfällt die Infrastruktur

Deutschland investiert von Jahr zu Jahr weniger in seine Infrastruktur. Hat der Staat 1992 noch 0,73 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Infrastruktur gesteckt, lag der Anteil im Jahr 2015 nur noch bei 0,41 Prozent. Deutschland investiert um 0,9 Prozentpunkte weniger in die öffentliche Infrastruktur als Österreich.

Straßen mit Schlaglöchern, bröckelnde Brücken und ein verfallendes Schienennetz machen den Deutschen zu schaffen: 86,1 Prozent wünschen sich, dass mehr in Infrastruktur investiert wird.

Der Ökonom Marcel Fratzscher warnt: „Deutschland hat eine massive Investitionsschwäche, die Infrastruktur wird im internationalen Vergleich immer schlechter, und der Wirtschaftsstandort Deutschland ist zunehmend gefährdet“.

Das bedeutet auch, dass das Vermögen der deutschen Kommunen an Wert verliert: ein Verlust von 46 Mrd. wird geschätzt. Dazu kommen hohe Folgekosten für Reparaturen und Sanierungen.

6. Die Beschäftigung wächst in beiden Ländern

Österreich hat seit 2013 eine höhere Arbeitslosenquote als Deutschland. Dass sich die Arbeitslosigkeit in Deutschland besser etwickelt als in Österreich, hat vor allem einen Grund: In Österreich wächst das Angebot an Arbeitskräften viel stärker. Während die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Deutschlan von 2000 bis 2013 kontinuierlich um insgesamt 5% zurückgegangen ist und erst seit 2013 wieder zunimmt, ist die Zahl der Arbeitskräfte in Österreich über den gesamten Zeitraum gestiegen.

Die Beschäftigung wächst

In Deutschland liegt die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter um etwa 2% unter dem Wert des Jahres 2000, in Österreich ist sie dagegen um 10% gestiegen.

Außerdem ist das deutsche „Jobwunder“ auch auf Kosten der Arbeitnehmer gegangen: Fast 2,7 Millionen Deutsche haben Zweitjobs, weil sie von einer Arbeit alleine nicht leben können – 2003 waren es noch 1,2 Millionen.

Der Niedriglohnsektor ist gewachsen und liegt über 22 Prozent – in Österreich bei rund 15 Prozent.

Erwerbfähige Bevölkerung

 

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10 Comments
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Engli Doifuaß
Engli Doifuaß
16. März 2019 18:48

DEUTSCHLAND stinkt

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Antworten
Michael Mrak
Michael Mrak
15. September 2017 21:16

Welchen Zeitraum betrachten die Konsumausgaben pro Kopf?

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Antworten
Franz Rössler
Franz Rössler
15. September 2017 11:20

Im Hinterkopf ist halt immer mitzudenken, dass wachsender Reichtum auch wachsende Armut bedeutet, da die Summe über alle Konten Null ist. Wenn etwas von einem Konto genommen wird und auf ein anderes gutgeschrieben wird, ist die Summe jeder Transaktion NULL. Arme Menschen, die sich als verlierende Fühlen, wählen halt gerne Nationale Populisten, oder sie stehen nach dem Motto der Bremer Stadtmusikanten: „Etwas besseres als den Tod finden wir allemal.“, irgendwann vor unserer Tür, und ohne freiwilliger Spende der angehäuften Reichtümer und guten Konzepten sieht unser aller Zukunft nicht rosig aus.

0
-2
Antworten
Bernd Krebs
Bernd Krebs
Reply to  Franz Rössler
16. September 2017 12:26

Die These kann nur falsch sein. Das trifft auf Forderungen und Verbindlichkeiten zu, also diese gleichen sich letztlich aus, wenn man die ganze Welt betrachtet. Auf Vermögen (um dessen Höhe geht es bei Armut und Reichtum) kann das nicht übertragen werden, denn daraus würde folgen: Wenn alle gleich viel hätten, hätten zwangsläufig alle nichts. Keinen Besitz. Nehmen wir an, alles Vermögen dieser Welt bestünde nur auf Grundbesitz. Dann teilen wir den Grundbesitz gleichmäßig unter allen Menschen auf. Dann haben doch alle etwas Grundbesitz und nicht alle nichts. Vermögen sind also nicht mit Forderungen gleichzusetzen.

2
-1
Antworten
Peter Höllinger
Peter Höllinger
Reply to  Bernd Krebs
10. Oktober 2017 13:49

Nachdem Politik und die gesammte Wirtschafftslobby bis zur jetzt bestehenden Überbevölkerung alles verbockt haben, und zwar weltweit, bin ich dafür: wir schaffen erst weltweit die Militär’s und sämtliche Waffenarsenale, einschl. aller Waffensysteme, sprich Atomwaffen, sowie Polizeien Politik und alle daraus resultierenden Gewaltausübenden Systeme überhaupt, ab.
URZEITLICHER ZUSTAND: und fangen noch einmal von vorne an.

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-2
Antworten
xxx
xxx
Reply to  Franz Rössler
17. September 2017 10:19

Bei wachsender Produktivität entstehen auch mehr Produkte, und nur wenn diese bevorzugt auf eine Seite verteilt werden (auf die der Reichen), vergrößert sich der Abstand zwischen Arm und Reich. Das ist also eben KEIN Nullsummenspiel. Wenn dann zusätzlich noch von unten nach oben verteilt wird, entsteht Armut. Es kommt also auf die VERTEILUNG des wachsenden Reichtums an, wenn diese einigermaßen vernünftig (ich sage nicht „gerecht“) reguliert und gemacht wird, entsteht ein besseres soziales Klima. Wenn die Verteilung durch neoliberale Gesetze wie durch HartzIV in Deutschland geregelt wird, dann gewinnt die Gier der Unternehmer, dann „geht es in die Hosen“.

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0
Antworten
Josef Eisner
Josef Eisner
Reply to  Franz Rössler
6. Dezember 2017 17:22

„Arme Menschen, die sich als verlierende Fühlen, wählen halt gerne Nationale Populisten“, diese These ist singulär nicht zu halten, vor allem auch die sog. Mittelschicht hat da einen bedeutsamen Einfluss bzw. Anteil.

2
0
Antworten
Kurt Weiß
Kurt Weiß
Reply to  Josef Eisner
8. Dezember 2017 07:32

Nationalisten sehen in ihrer Gemeinschaft jene Familie, die ihnen im Leben verlorgen gegangen ist, oder die sie nie hatten.
Man muss unterscheiden, zwischen Menschen mit Nationalstolz und Nationalisten.
Politik, welche mit Emotionen Wählerpotentiale anspricht, egal, ob es um Nationalismus oder Angstpolitik geht,
ist Betrug.
Jemand, der betrogen wird, ist kein „Böser Mensch“.

Der Mensch ist von Natur aus ein ultra kooperatives Wesen (Max Planck Institut, Leibzig), das, was wir vom Menschen erleben, ist anerzogen von Menschen, die mit ihrem eigenen Leben nicht zurecht kommen.
Es geht nicht um Gene, sondern um die Opfer/Täter Spirale, welche zu unterbrechen in Jedermanns Hand liegt.

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Antworten
Heringlehner Herbert
Heringlehner Herbert
15. September 2017 07:14

Sehr gute bildliche Darstellung für jeden zu verstehen weiter so

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Friedbert Braun Ing.
Friedbert Braun Ing.
14. September 2017 19:40

Werte Kontrast Redaktion !
Finde eure Berichte optimal ! dadurch kann man sich ein sehr gutes Bild über alle Wirtschaftsangelegenheiten machen!
Bringt Meinungssicherheit beim Argumentieren !
Was mich sehr interessieren würde !
In Deutschland wurde Harz 1-4 zu Bewältigung der Krise ins Leben gerufen ! Leidtragende waren ausschließlich die Arbeitnehmer welche ja nur einen geringen Lohn bekamen !Würde mich interessieren, ob ich da richtig liege !
Und weiter so mit euren Berichten!
Freundschaft! Friedbert

1
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Antworten

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Marie Curie war eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste Frau, die einen Nobelpreis erhalten hat. Sie wurde vor allem durch ihre Forschungen zur Radioaktivität bekannt, ein Begriff, den sie selbst prägte. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Zitat: Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist. Marie Curie

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Zitate

Marie Curie war eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste Frau, die einen Nobelpreis erhalten hat. Sie wurde vor allem durch ihre Forschungen zur Radioaktivität bekannt, ein Begriff, den sie selbst prägte. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Zitat: Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist. Marie Curie
Marie Curie war eine der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste Frau, die einen Nobelpreis erhalten hat. Sie wurde vor allem durch ihre Forschungen zur Radioaktivität bekannt, ein Begriff, den sie selbst prägte. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie entdeckte sie die Elemente Polonium und Radium. Zitat: Ich habe gelernt, dass der Weg des Fortschritts weder kurz noch unbeschwerlich ist. Marie Curie

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