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Kontrast
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Nach Amoklauf in Graz – rund 50 % mehr neue Waffenbesitzer:innen als im Vormonat

In Österreich werden nach dem Amoklauf in Graz mehr Faustfeuerwaffen verkauft

Quelle: Adobe Express

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
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Lesezeit:5 Minuten
2. Juli 2025
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Der Amoklauf in Graz am 10. Juni 2025 hat eine Debatte über strengere Waffengesetze in Österreich ausgelöst. Fast nirgends in der EU kommt man derzeit noch so leicht an eine Waffe wie hierzulande. Experten schätzen, dass in Österreich rund 2,5 Millionen Waffen im Umlauf sind – nur rund 1,5 Millionen davon sind auch im Zentralen Waffenregister (ZWR) des Innenministeriums gemeldet. Nachdem die Bundesregierung eine Verschärfung des Waffenrechts und strengere Regeln zum Kauf einer Waffe beschlossen hat, ist ein deutlicher Anstieg der Waffenkäufe zu spüren. So gibt es mit Ende Juni 2025 fast 50 % mehr neue Waffenbesitzer:innen als noch im Mai.

Um 4.500 Waffen mehr als noch im Mai gemeldet

An jedem Monatsersten veröffentlicht das Innenministerium eine Statistik des Zentralen Waffenregisters (ZWR). Darin sind unter anderem die Anzahl der Waffenbesitzer:innen und die unterschiedlichen Kategorien von Waffen enthalten: etwa Hieb- und Stichwaffen oder Schusswaffen wie Pistolen und Gewehre. Laut aktuellem Stand mit Stichtag 01.07.2025 gibt es in Österreich 375.435 Waffenbesitzer:innen und 1.523.377 registrierte Waffen. Davon gehören 143.302 Waffen zur Kategorie A – das sind verbotene Waffen und Kriegsmaterial wie Pumpguns, getarnte Schusswaffen („schießender Kugelschreiber“) oder verbotene Hiebwaffen (Schlagringe und Totschläger). Schusswaffen der Kategorie B wie Revolver und Pistolen waren zum Stichtag 544.941 gemeldet. Den größten Anteil mit 835.134 machen Waffen der Kategorie C aus – das sind vor allem Jagdgewehre. In der Statistik enthalten sind auch Waffenzubehör und große Magazine (betrifft vor allem Kategorie A). Insgesamt wurden im Juni 4.504 zusätzliche Waffen registriert.

Anzahl registrierte Waffen, inkl. Zubehör und große Magazine sowie Waffenbesitzer pro Bundesland und Kategorie – Stichtag: 01.07.2025
Bundesland Kategorie A Kategorie B Kategorie C Gesamtergebnis Anzahl Waffenbesitzer
Burgenland 4.849 29.993 41.602 76.444 18.139
Kärnten 4.676 34.534 70.465 109.675 29.432
Niederösterreich 49.777 167.553 223.348 440.678 97.844
Oberösterreich 25.202 96.822 147.176 269.200 66.158
Salzburg 6.222 26.309 54.734 87.265 22.300
Steiermark 14.655 75.375 142.807 232.837 61.580
Tirol 6.961 28.824 78.026 113.811 27.444
Vorarlberg 5.381 15.828 21.801 43.010 11.937
Wien 25.579 69.703 55.175 150.457 40.601
Gesamtergebnis 143.302 544.941 835.134 1.523.377 375.435

Quelle: Bundesministerium für Inneres

Um fast 50 % mehr neue Waffenbesitzer:innen als noch vor einem Monat

Mit 375.435 registrierten Personen gab es im Juni um 1.294 mehr neue Waffenbesitzer:innen als noch im Mai. Der Anstieg von April auf Mai betrug im Vergleich dazu nur 877 Personen – von Mai bis Juni gab es also fast doppelt so viele Neuregistrierungen. Der Anstieg bei neuen Waffenbesitzer:innen betrug im Vergleich zum Vormonat 47,56 %.

Anzahl registrierte Waffen, inkl. Zubehör und große Magazine sowie Waffenbesitzer pro Bundesland und Kategorie – Stichtag: 01.06.2025
Bundesland Kategorie A Kategorie B Kategorie C Gesamtergebnis Anzahl Waffenbesitzer
Burgenland 4.783 29.917 41.506 76.206 18.071
Kärnten 4.663 34.353 70.302 109.318 29.316
Niederösterreich 49.637 166.884 222.748 439.269 97.513
Oberösterreich 25.123 96.323 146.736 268.182 65.911
Salzburg 6.258 26.191 54.623 87.072 22.222
Steiermark 14.613 75.117 142.538 232.268 61.399
Tirol 6.928 28.695 77.890 113.513 27.350
Vorarlberg 5.379 15.775 21.747 42.901 11.895
Wien 25.644 69.430 55.070 150.144 40.464
Gesamtergebnis 143.028 542.685 833.160 1.518.873 374.141

Quelle: Bundesministerium für Inneres

Anzahl registrierte Waffen, inkl. Zubehör und große Magazine sowie Waffenbesitzer pro Bundesland und Kategorie – Stichtag: 01.05.2025
Bundesland Kategorie A Kategorie B Kategorie C Gesamtergebnis Anzahl Waffenbesitzer
Burgenland 4.617 29.874 41.409 75.900 18.045
Kärnten 4.616 34.202 70.059 108.877 29.225
Niederösterreich 49.503 166.401 222.301 438.205 97.293
Oberösterreich 25.081 96.099 146.393 267.573 65.756
Salzburg 6.243 26.070 54.494 86.807 22.160
Steiermark 14.532 74.909 142.191 231.632 61.233
Tirol 6.915 28.584 77.725 113.224 27.283
Vorarlberg 5.387 15.718 21.689 42.794 11.878
Wien 25.568 69.239 54.970 149.777 40.391
Gesamtergebnis 142.462 541.096 831.231 1.514.789 373.264

Quelle: Bundesministerium für Inneres

Anstieg vor allem bei Faustfeuerwaffen problematisch

Vor allem beim Kauf von Faustfeuerwaffen, also Pistolen und Revolver, lässt sich ein starker Anstieg feststellen. Wurden im Mai noch 1.589 Waffen der Kategorie B mehr verkauft als im April, waren es im Juni um 2.256 Faustfeuerwaffen mehr. Das ist ein Anstieg von rund 43 % – insgesamt sind in Österreich 544.941 registrierte Pistolen und Revolver im Umlauf.

Eine Stagnation beim Zuwachs von neuen Waffen zeigt sich zumindest bei den 835.134 Jagdwaffen. Hier wurden im Juni mit 1.974 ziemlich genau gleich viele neue Gewehre registriert wie im Vormonat.

 

Waffenbesitz in Österreich: Viele Waffen, lockere Gesetze – und kaum Kontrolle

Parlament Das Thema "Waffenrecht" im Parlament

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Peter
Peter
4. Juli 2025 14:06

Die Zunahme an Waffenbesitze im hier publizierten Zeitraum pro 100.000 Einwohner gerechnet, in Klammer Anzahl der Waffenbesitzer pro 100.000 Einwohner
–
36,33 Kärnten (5.165,33)
31,90 Niederösterreich (5.664,68)
31,17 Burgenland (6.014,72)
27,28 Steiermark (4.841,63)
26,17 Oberösterreich (4.306,32)
24,43 Salzburg (3.892,14)
23,59 Österreich (4.079,74)
20,69 Tirol (3.527,55)
14,32 Vorarlberg (2.897,88)
10,33 Wien (1.997,35)
–
Auffällig ist das Wien das Bundesland ist mit den wenigsten Waffenbesitzern und auch die geringste Zunahme aufweist. Könnte daran liegen das es in Wien keine Jäger im klassischen Sinn gibt.
–
Das ist die Krucks an der Statistik, das die Jägershaft nicht Explizit ausgewiesen wurde. Anderseits kann stark gezweifelt werden das die Jägerschaft an diesem Anstieg in diesem kurzen Zeitraum verantwortlich ist.
–
Persönlich vertrete ich noch immer die Meinung Waffen sind ein Luxus, für den bezahlt werden sollte zu male diese viel zu billig sind. Wünschenswert wäre eine monatliche Waffenbesitzgebühr in der Größenordnung von 200 bis 500 Euro, sowie eine Waffenerwerbsteuer von 1.000 bis 1.500 Euro. Der Österreicher ist viel zu geizig als das er sich derartigen Luxus dann noch leisten wird.
–
Das Waffen nichts bringen zeigt die Kriminalstatistik (2024), ginge es nach der müsste es in Wien die meisten Waffen geben, da genau das Gegenteil der Fall ist, zeigt das Waffen weder Kriminalität verhindern kann noch einen Schutz davor bitten.
–
Angezeigte Strafrechtsdelikte pro 1000 Einwohner:
95,92 Wien
58,67 Salzburg
58,05 Österreich
55,88 Vorarlberg
53,95 Tirol
46,33 Kärnten
45,90 Steiermark
44,18 Niederösterreich
44,09 Oberösterreich
39,05 Burgenland

Anzumerken, das in der Steiermark kein Lernprozess nach dem Amok-Lauf erfolgte und die Anzahl der Waffenbesitzer weiter steigt, zeigt das es die knallharte Keule des Gesetzgebers braucht, diesen Unfug zu beenden. Es fehlt bei den Besitzern jegliche Einsicht, und alleine das ist Gefährlich.

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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  • Ich sehe es als meine Pflicht, in einer Gesellschaft Hilfe für andere zu leisten. 15%, 15%
    15% 15%
    317 Stimmen - 15% aller Stimmen
  • Ich möchte selbst auch Hilfe bekommen, wenn ich sie benötige. 9%, 9%
    9% 9%
    192 Stimmen - 9% aller Stimmen
  • Ich habe die Möglichkeit, zu lernen und mich weiterzubilden. 7%, 7%
    7% 7%
    159 Stimmen - 7% aller Stimmen
  • Es ist ein guter Ausgleich für meinen Beruf. 4%, 4%
    4% 4%
    94 Stimmen - 4% aller Stimmen
  • Ich engagiere mich nicht, weil ich keine Zeit/Lust dazu habe. 3%, 3%
    3% 3%
    63 Stimmen - 3% aller Stimmen
  • Es hilft mir für meinen Beruf. 2%, 2%
    2% 2%
    44 Stimmen - 2% aller Stimmen
  • Ich engagiere mich nicht, möchte es aber tun. 1%, 1%
    1% 1%
    28 Stimmen - 1% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 2145
Voters: 755
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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, kritisiert in einer Videobotschaft die massiv gestiegenen globalen Militärausgaben. Diese belaufen sich mittlerweile auf 2,7 Billionen US-Dollar – das ist 13-mal so viel wie die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit. Die Vereinten Nationen verweisen dabei auf einen aktuellen Bericht: Weniger als vier Prozent der weltweiten Militärausgaben – rund 93 Milliarden Dollar pro Jahr – wären ausreichend, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Der Bericht zeigt auch die wirtschaftlichen Effekte unterschiedlicher Investitionen: Während eine Milliarde Dollar für Militär 11.200 Arbeitsplätze schafft, entstehen mit derselben Summe 26.700 Jobs im Bildungsbereich, 17.200 im Gesundheitswesen oder 16.800 im Bereich erneuerbare Energien. „Es ist offensichtlich, dass die Welt über die Ressourcen verfügt, um Leben zu verbessern, den Planeten zu schützen und eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit zu sichern“, argumentiert Guterres. Sein Appell an politische Entscheidungsträger:innen für das Jahr 2026: „Entscheidet euch für Menschen und den Planeten – nicht für Schmerz.“ Zitat: Eine sicherere Welt beginnt damit, mehr Geld in den Kampf gegen Armut zu investieren anstatt in Kriege. Antonio Guterres

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