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Ehemalige Kohle-Hochburg wird zum Klima-Vorreiter: So schafft Bottrop die Energiewende

Das Rathaus von Bottrop, Deutschland, Foto: Pressestelle Stadt Bottrop

Das Rathaus von Bottrop/Deutschland, Foto: Pressestelle Stadt Bottrop

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Good News, Internationales, Umwelt & Klima
Lesezeit:3 Minuten
3. Oktober 2024
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Die Energiewende – die Abkehr von Kohle, Öl und Gas hin zu Erneuerbaren Energieträgern – kann nur gelingen, wenn sie fair abläuft und Leute so einfach wie möglich daran teilnehmen können. Wie das geht, zeigt ein Beispiel aus Deutschland: In der einstigen Kohle-Hochburg Bottrop wurden innerhalb weniger Jahre tausende Heizungen getauscht, Gebäude saniert und Solaranlagen montiert.

Die Energiewende ist der Schlüssel zur Eindämmung der Klimakrise. Denn schließlich erhitzt sich das Klima aufgrund der Verbrennung fossiler Energieträger, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Die Folgen werden immer stärker sichtbar: Extrem lange und heiße Sommer, ausgetrocknete Flüsse und Seen einerseits und Überflutungen durch extreme Regenfälle andererseits sind nur die offensichtlichsten Folgen.

Um die Klimakrise eindämmen zu können, müssen wir weg von fossilen Energieträgern. Konkret bedeutet das, dass Autos in Zukunft nicht mehr mit Benzin oder Diesel betrieben werden dürfen. Stattdessen brauchen wir mehr Strom, der aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft produziert wird. Öl- und Gasheizungen müssen durch Wärmepumpen ersetzt werden. Fernwärmekraftwerke müssen ebenso mit erneuerbaren Energieträgern – zum Beispiel Erdwärme – gespeist werden.

Beispiel Bottrop: Kohle-Hochburg wird Energiewende-Vorreiter

Um das zu bewältigen, braucht die Energiewende tatkräftige Mitarbeit. Wie man möglichst viele Menschen dazu bringen kann, an der Energiewende teilzunehmen, zeigen immer mehr Städte und Gemeinden. Bottrop, eine Stadt im Ruhrgebiet und einst Kohle-Hochburg, wurde inzwischen zum Vorreiter in Sachen Energiewende. Binnen weniger Jahre wurden Heizungen getauscht, Gebäude saniert und Photovoltaik-Anlagen montiert. Bottrop hat jetzt deutschlandweit die meisten Wärmepumpen und die höchste Solardichte in Nordrhein-Westfalen. 

Der Schlüssel zum Erfolg: Eine aktive Energiepolitik, die auf die Menschen zugeht.

Während interessierte Bürger:innen oft unterschiedliche Stellen für Energieberatung, Förderung und Co. abklappern müssen, gehen in Bottrop städtische Energieberater direkt von Tür zu Tür, um mit den Bewohner:innen über mögliche Sanierungsmaßnahmen zu sprechen. Zusätzlich gibt es Infoabende und Workshops.

Gemeinsam mit der Bevölkerung und sozial gerecht

Ergebnisse aus der Klimaforschung zeigen, dass Akzeptanz für Klimapolitik – und damit auch für die Energiewende – unter anderem von zwei zentralen Faktoren abhängt: Wie stark beeinflussen klimapolitische Maßnahmen das eigene Leben und wie sozial gerecht sind die Maßnahmen ausgestaltet. 

Bottrop wählte hier einen Ansatz, den man bereits in vielen Bereichen findet: Den sogenannten One-Stop-Shop.

Dieser ist eine zentrale städtische Anlaufstelle, die Menschen nicht nur mit technischer Energieberatung, sondern auch mit finanzieller und administrativer Unterstützung zur Seite steht.

Diese zentralen Anlaufstellen, die es bereits in mehreren europäischen Städten gibt, helfen interessierten Bürger:innen teilweise auch dabei, passende Angebote für die Renovierungsvorhaben zu finden. Auch mit sozialen Wohnbaueinrichtungen arbeiten diese Anlaufstellen zusammen und sorgen dafür, dass Sanierungsmaßnahmen auch in Gemeindewohnungen ankommen.

Energiewende geht nur mit Akzeptanz der Menschen

Das Beispiel Bottrop zeigt: Die große Herausforderung liegt nicht in der technischen Umsetzbarkeit. Denn die benötigten Technologien sind schon lange bekannt und werden ständig weiterentwickelt. Tatsächlich ist die Energiewende eine soziale Herausforderung. Denn es geht darum, wie die bereits bekannten Technologien tatsächlich eingesetzt werden können. Neben den notwendigen finanziellen Mitteln bedeutet das vor allem: Man braucht die Akzeptanz der Menschen. Denn diese müssen bei dem Projekt mitmachen, sie müssen ihre Heizungen tauschen und ihre Häuser sanieren. Sie müssen mit neuen Windrädern und Stromleitungen einverstanden sein und eine Politik wählen, die die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen schafft.

Parlament Das Thema "Energiewende" im Parlament

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Lebe, lebe lang!
Lebe, lebe lang!
16. Oktober 2024 22:03

670 Jahre, dass du eine Kleinigkeit besitzt. Die FPÖ-ÖVP wissen sogar dies zu verhindern. Also lebe, aber lebe lang!

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Trotz Uni saudumm
Trotz Uni saudumm
14. Oktober 2024 17:05

Man braucht nicht die Akzeptanz der Menschen, die Menschen brauchen das Geld dazu. Und das muss von den Löhnen stammen; und wenn die Unternehmen alle nur in die eigene Tasche wirtschaften, dann muss das Geld aus Steuernabnahmen stammen und denen zugeführt werden, die das Haus sanieren etc. sollen: durch Zuschüsse, Förderungen oder wie auch immer das Konstrukt dann heißen mag. Ich spare seit Jahren auf ein neues Dach, Kredit kommt nicht infrage, dann würde ich ja wieder die reicher machen, die ich gerade kritisiert habe, komme aber nie dazu, weil eure Politik mir das Geld ständig vor der Nase zerstört; und solch dumme Grüne kommen noch auf die Idee, den zu bestrafen, der es nicht tut. Ja, suuuuper: bestrafen, dass das Geld wieder im Dreck versickert.

Das ein Kogler als Volkswirt so dumm sein kann, ist mehr als erschreckend!

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Korr.:
Korr.:
Reply to  Trotz Uni saudumm
14. Oktober 2024 17:07

… Dass ein Kogler …

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Berta Cáceres war eine honduranische Umweltaktivistin und Vertreterin der indigenen Lenca. Sie kämpfte für den Schutz der Umwelt und die Rechte der indigenen Bevölkerung, besonders gegen große Infrastrukturprojekte wie den Agua Zarca Staudamm, der die Lebensgrundlage ihrer Gemeinschaft bedrohte. Cáceres wurde 2015 mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet – ein Zeichen für ihr großes Engagement. Sie wurde am Morgen des 3. März 2016 in ihrem Haus von mehreren Bewaffneten ermordet. Zitat: Wir haben keinen Ersatzplaneten. Wir haben nur diesen und wir müssen jetzt handeln. Berta Cáceres

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