Familie & Kinder

Auszahlung der Familienbeihilfe stockt – Familien fehlt das Geld

233.000 Anträge auf Familienbeihilfe für Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung wurden seit April gestellt. Jetzt, im Juli, sind noch immer nicht alle bearbeitet. Den Familien fehlt das Geld – immerhin 170 Euro pro Monat.

In Österreich können auch Jugendliche in Berufsausbildung und Studierende Familienbeihilfe beziehen – allerdings müssen sie dafür Voraussetzungen erfüllen und das dem Finanzamt belegen. Beispielsweise ein bestimmter Studienfortschritt. Während der Corona-Krise wurden Ausbildungen aber stark beeinträchtigt – und viele konnten die Prüfungsleistungen nicht erbringen. Deshalb wurde die Pflicht, Nachweise zu erbringen, bis April 2021 ausgesetzt.

Fehlende Familienbeihilfe belastet Familien

Seit April müssen Familien wieder nachweisen, dass die Kinder entsprechende Leistungen bringen. Das haben viele auch gemacht, immerhin geht es in dieser Altersgruppe um etwa 170 Euro monatlich.

Die Familienministerin hatte versprochen, dass alle Anträge mit Juni erledigt sein werden – passiert ist das allerdings nicht. Die Bearbeitung der Anträge lässt auf sich warten, die Überweisungen ebenfalls. Gerade für Familien mit kleinen Einkommen und für Alleinerziehende ist das ein starker finanzieller Einschnitt. Die FamiliensprecherInnen der SPÖ und der Neos erhalten noch im Sommer Nachrichten von verzweifelten Familien, die auf ihre Beihilfen warten müssen.

Keine Auszahlung: 233.000 Anträge – aber nicht ausreichend Personal zum Bearbeiten

„Im Jahr 2019 hat das Finanzamt insgesamt 342.000 Anträge bearbeitet. Da liegt es auf der Hand, dass 233.000 Anträge nicht in zwei Monaten bearbeitet werden können. Leidtragende sind die MitarbeiterInnen in den Finanzämtern und die Familien“, ärgert sich SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer. Betroffen sind auch Familien, die normalerweise eine erhöhte Familienbeihilfe beziehen – beispielsweise, weil das Kind eine Behinderung hat.

familienbeihilfe auszahlung 2021

Wer studiert, muss seit April wieder einen Leistungsnachweis für die Familienbeihilfe erbringen.

Die Ursache liegt im Personalmangel im Finanzministerium. Dort weiß man seit Februar, dass ab April 233.000 Anträge zu bearbeiten sind – immerhin hat man auch die Familien zu informiert, dass sie wieder die Nachweise liefern müssen. Doch für die Bearbeitung selbst hat man beim Personal nicht genug Vorsorge getroffen.

Während die Kurz-Regierung Millionen für Inserate, PR-Stäbe und Büro-Renovierungen ausgibt, spart sie bei jenem Personal, das für dafür sorgt, dass Familien die Leistungen bekommen, auf die sie Anspruch haben.

Auszahlung der Familienbeihilfe stockt – Familien fehlt das Geld

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Sonja
Sonja
27. Juli 2021 10:46

Eine bodenlose Frechheit was da abgeht! Ich warte seit 12.März 2021 auf eine Bearbeitung!!!

ferdl
ferdl
24. Juli 2021 17:34

Die so genannte Volkspartei interessiert sich anscheinend 0,0 für das ‚Volk. Siehe Umgang mit den Arbeitslosen, Familienbeihilfe usw. Wenn ich schon die Arbeitslosen „los werden“ Will, wieso stocke ich dann diese Positionen nicht einfach auf ? Es wäre eine WI’N WIN Situation für alle Beteiligten.

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