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Jahrelang wurde der Amazonas-Regenwald abgeholzt. Die Sorge: Das einzigartige Ökosystem könnte kollabieren. Doch die Wahl von Lula da Silva zum Präsidenten gab Hoffnung. Er kündigte an, die Abholzung des Amazonas zu beenden. Und er scheint sein Versprechen zu halten. Die neuesten Satellitendaten zeigen: Die Abholzung des Amazonas ist auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der genauen Erfassung im Jahr 2026.
Der Amazonas-Regenwald ist einer der größten Kohlestoffspeicher der Erde. Damit ist er besonders wichtig für den Kampf gegen den Klimawandel. Und dennoch kommt es immer wieder zu illegalen Rodungen. Vor allem unter dem rechts-nationalem Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Während seiner Regierungszeit stieg die Regenwald-Abholzung um rund 75 Prozent.
Der jetzige Präsident Lula da Silva versprach bei seinem Amtsantritt, die Abholzungen zu stoppen. Mehr als drei Jahre nach seinem Amtsantritt erreicht der Rückgang den tiefsten Wert seit einem Jahrzehnt. Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden laut brasilianischen Behörden auf Basis von Satellitendaten 2.874 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das waren 37 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Abholzung erreichte damit den niedrigsten Stand seit Beginn der genauen Erfassung im Jahr 2016. Zum Vergleich: 2022 waren noch rund 11.500 Quadratkilometer Wald abgeholzt worden, 2021 sogar rund 13.200 Quadratkilometer.
Bis 2030 will Präsident Lula da Silva die illegale Abholzung im Amazonas komplett stoppen.
„Diese Zahlen zeigen, dass wir dieses Ziel erreichen können, wenn wir das derzeitige Tempo beibehalten, mit der bisher gezeigten Ernsthaftigkeit vorgehen und die erforderlichen Ressourcen bereitstellen«, erklärte er in São Paulo. „Wir nehmen das Klimathema in diesem Land sehr ernst, denn wir sind keine Klimawandel-Leugner.“
Erste Erfolge bereits nach 6 Monaten: Regenwaldabholzung geht um 33,6 Prozent zurück
Nach sechs Monaten im Amt berichtete BBC von ersten Erfolgen im Kampf gegen die Regenwald-Abholzung. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des Vorjahres reduzierte sich die Abholzung um 33,6 %. Im Juni 2023 wurde sogar 41 % weniger Wald vernichtet, als im Vorjahr. Die brasilianische Umweltministerin Marina Silva führt das auf Lulas erfolgreiche Umweltpolitik zurück.
Im ersten Jahr nach seiner Wahl sank die Zerstörung des Regenwaldes dann um 64 Prozent (2022 und 2023), drei Jahre später wurde mit 2.874 Quadratkilometern der niedrigste Wert seit Beginn der genauen Erfassung 2016 erreicht.
Lulas Potenzial, die Entwaldung um 89 % zu verringern
Lulas Ziel, die Waldrodung bis 2030 zu beenden, ist eine große Herausforderung. Denn die Abholzung hat unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro, beängstigende Dimensionen angenommen. Durch den neuen Schutzplan, den Präsident Lula Anfang Juni 2023 veröffentlichte, soll dieses Ziel erreicht werden. Er sieht unter anderem die Beschlagnahmung der Hälfte aller illegal genutzten Flächen innerhalb von Schutzgebieten, sowie höhere Strafen für illegale Abholzung vor.
Weiters fordert der brasilianische Präsident andere Staaten – vor allem den reichen Westen – auf, sich finanziell an der Rettung der „grünen Lunge der Erde“ zu beteiligen, um die Klimakrise global zu bekämpfen.
Eine Studie attestiert den Plänen Lulas das Potenzial, die Entwaldung des Amazonas tatsächlich um 89 Prozent zu verringern.
Unter Bolsonaro schrumpfte der Amazonas um mehr als die doppelte Fläche Wiens – pro Monat
Das ist bitter nötig, denn der Amazonas wurde in den letzten Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als Lula 2003 das erste Mal in den Präsidentenpalast einzog, startete er ein ehrgeiziges Programm zur Rettung des Regenwaldes. Ihm und seiner Nachfolgerin Dilma Rousseff, die wie Lula aus der linken Arbeiterpartei Brasiliens kommt, gelang es, die Abholzung um 80 Prozent auf einen historischen Tiefstand zu senken. Doch als Bolsonaro 2019 an die Macht kam, vollzog Brasilien eine Kehrtwende in der Umweltpolitik.
Bolsonaro vergab bereitwillig Konzessionen, um Konzernen die Abholzung des Regenwaldes für den Soja- und Palmölanbau sowie die Rinderzucht und den Bergbau zu erlauben. Illegal gerodete Flächen wurden von Bolsonaro legalisiert und die Waldbrände nur halbherzig bekämpft. Die Rodungen stiegen unter seiner Regierung sprunghaft um 70 Prozent an.
Der Amazonas stößt erstmals mehr CO₂ aus, als er binden kann
Unter Bolsonaro hatte sich die Klimabilanz des Amazonas gewendet: Er stößt erstmals mehr CO₂ aus, als er binden kann. Das zeigte eine Studie von Forscher:innen des französischen Nationalen Instituts für Agronomieforschung. Die Wissenschaftler:innen analysierten hauptsächlich Satellitendaten, die die pflanzliche Biomasse im Regenwald sowie seine Abholzung dokumentieren. Das Ergebnis: Das Amazonas-Becken gab rund 16,6 Milliarden Tonnen CO₂ in die Umwelt ab, nahm aber nur rund 13,9 Tonnen auf. Diese 2,7 Milliarden Tonnen Differenz ist ungefähr der Verbrauch Österreichs für 35 Jahre.
Ohne gut erhaltenen Amazonas-Regenwald könnte das ganze Ökosystem kippen
Zurzeit hat der Amazonas einen perfekt funktionierenden Wasserkreislauf: Regionen im Landesinneren haben eigentlich zu wenig Niederschlag für einen tropischen Regenwald. Doch die Bäume saugen das Grundwasser nach oben, es verdunstet und regnet über der riesigen Waldfläche wieder ab. Dieser Kreislauf könnte durch eine weitere Abholzung permanent gestört werden. Der Regenwald würde langsam absterben, sich in eine Savanne verwandeln und das Klima auf der ganzen Welt verändern.
Dieser Prozess würde so viel CO₂ freisetzen, wie die gesamte Welt in sieben Jahren verbraucht. Das einzigartige Ökosystem, dass 10 Prozent aller Arten beheimatet, wäre unwiederbringlich verloren und damit auch CO₂ bindende Wirkung des Regenwaldes. Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dieser Kipp-Punkt bei Abholzungsgrad von 20 bis 25 Prozent erreicht ist. Derzeit liegen wir bei 18 Prozent.
Anti-Abholzungs-Razzien
Schon wenige Tage nach dem Amtsantritt wurde Lulas Regierung aktiv und führte Kontrollen im Regenwald gegen illegale Abholzungen durch. Wie reuters berichtet, wurden Kontrollen in Gebieten durchgeführt, die alle innerhalb des indigenen Reservats Cachoeira Seca liegen, in denen Abholzung strengstens verboten ist.
Während die Abholzung zurückgeht, steigt die Anzahl an Bränden weiter, wie die Satellitenüberwachung zeigt. Ob durch natürliche Ursachen oder durch Brandstiftung lässt sich nicht feststellen.
Der Gewerkschafter und Ex-Präsident Lula gewann mit 50,9 Prozent der Stimmen die Präsidentschaftswahl gegen den rechtsextremen Amtsinhaber Jair Bolsonaro. Dieser knappe Sieg könnte einer der wichtigsten politischen Entscheidungen unserer Zeit sein. Denn: In Brasilien liegen gut 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes. Die größte Waldfläche der Erde beeinflusst das Klima auf der ganzen Welt, indem sie CO₂ bindet und Sauerstoff produziert. Dieses Ökosystem steht kurz vor einem unumkehrbaren Kipp-Punkt, dessen Erreichen das Weltklima für immer verändern würde. Mit der Fortsetzung von Bolsonaros Umweltpolitik würde dieser Punkt zweifellos erreicht werden. Lula kündigte aber an, für das Ende der Abholzung im Amazonas kämpfen zu wollen.
Im Oktober 2026 tritt Lula bei den Wahlen gegen den Sohn des Ex-Präsidenten Bolsonaro – Flávio Bolsonaro – an.
Der Artikel wurde am 16. November 2022 veröffentlicht und am 11. Juli 2023, am 18. Dezember 2023 sowie am 12. August 2026 aktualisiert.
(maximal 5 Antwortmöglichkeiten)




































Einfach die Wahrheit schreiben, können gerne den Artikel lesen. https://veja.abril.com.br/coluna/radar/sob-lula-degradacao-na-amazonia-e-a-pior-em-15-anos/, leider wird immer wieder nicht über die Wahrheit geschrieben. Schade das immer der Wald leiden muss. Die Brasilianer waren gestern 01.03 überall in Demos, Freiheit, Korruption, darüber schreibt keiner das die aktuelle Regierung das Land zerstört.
Sie sollten eine Korrekturmöglichkeit von, sagen wir mal: 10—15 min. einführen: zum Beispiel den alten Text löschen und/oder bearbeiten lassen, sodass Genaue keine textliche Überfrachtung veranstalten.
Wie sieht das ganze aus, wenn man anführt, dass die Menschheit es geschafft hat, von 1850—2000 neunzig Prozent das weltweiten Waldes abzuholzen und es danach eine vertragliche Vereinbarung gegeben hat, dass bis zum Jahr 2050 weitere 50 % davon abgeholzt werden dürfen, weil dann noch genug Waldbestände vorhanden blieben?
Sieht man dann ein, dass jede Generation nur das Vorhandene sieht, aber nicht, was davor gewesen ist und was das zusammen mit dem Danach noch bewirken wird?
Aber nur durch ein Koma vergisst man das „m“ im Wörtchen Komma.
Wie sieht das ganze aus, wenn man anführt, dass die Menschheit es geschafft hat von 1850—2000 neunzig Prozent das weltweiten Waldes abzuholzen und es danach eine vertragliche Vereinbarung gegeben hat, dass bis zum Jahr 2050 weitere 50 % davon abgeholzt werden dürfen, weil dann noch genug Waldbestände vorhanden blieben?
Sieht man dann ein, dass jede Generation nur das Vorhandene sieht, aber nicht, was davor gewesen ist und was das zusammen mit dem Danach noch bewirken wird?
Oops, den vergessenen Beistrich (das Koma) liefere ich als Korrektur noch schnell nach: , – Bitte, gern geschehen!
Tsss: Komma
Wie kann man denn den LINKEN LULA International Helfen? Den der RECHTE Bolsonaro hat noch sicher das MILITÄR in der Hand und da ist ein Umsturz noch gegenwärtig!! Dieser Mann ist der TRUMP von Brasilien und der „Todengräber“ der Welt!!
Der ist doch korrupt bis auf die Knochen.
Bitte, wer ist den DER?
der linke ist Korrupter als der alte rechte