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Verfassungsexperte Matzka: Die Mehrheit vertraut dem Krisenmanagement nicht mehr

Corona-Tausender versprochen, kommt nicht

Bei den Pressekonferenzen gab es große Ankündigungen.

Manfred Matzka Manfred Matzka
in Manfred Matzka - Inside Staatsapparat, Sebastian Kurz, Türkis-Grün
Lesezeit:5 Minuten
7. Januar 2021
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Für wen gilt der Lockdown? Wer entscheidet? Wer ist hier zuständig? Und woran sollen sich die Menschen orientieren? Verfassungsexperte Manfred Matzka stellt vier Fragen, die zeigen, wie die Regierung Kurz Vertrauen in Staat und Verwaltung zerstört und Rechtsstaat und Demokratie beschädigt.

Große Inszenierung. Es ist der 27.12., 9.30, große Impfshow an der MedUni Wien. Kanzler, Gesundheitsminister, Kammerpräsident sind anwesend, während die ersten Impfungen des Landes verabreicht werden. Sonntagsreden werden gehalten. Aber die Alltagsrealität stellt danach ganz andere Fragen:

Für wen gilt der Lockdown?

Erstens: Warum eigentlich dürfen die drei überhaupt dabei sein? Seit 26.12. gilt doch die strenge Lockdown-Verordnung. Welche Ausnahme vom Ausgangsverbot liegt hier vor: Abwendung einer Gefahr? Die drei können keine Gefahr beim Probeimpfen abwehren. Hilfeleistung? Das kann die Ärztin gut allein. Deckung des Lebensbedarfs? Sie haben doch hoffentlich kein Serum mitgenommen. Berufliche Zwecke? Sie Ausnahme gilt nur, wenn der Ausgang wirklich erforderlich ist – das medizinische Personal kann sicher auch ohne die Politiker impfen. Aufenthalt zur psychischen Erholung? Kurz und Co brauchen das wohl für ihre Psyche, aber die Ausnahme gilt nur im Freien. Und es war auch keine dringende politische oder berufliche Zusammenkunft, die sie nicht auch digital absolvieren hätten können.

Fazit: Es handelt sich ganz offensichtlich – in der Terminologie Nehammers – um eine illegale Corona-Party, weil eine größere Zahl von Personen verbotenerweise ausging, um sich in einem geschlossenen Raum zu Egopflege und Lustgewinn zu treffen. Die Party wurde nicht aufgelöst, Anzeigen erfolgten nicht. Wen wundert es da, wenn auch die Bevölkerung die Vorschriften nicht ernst nimmt. Wenn die drei, einfach weils ihnen Freude macht, rausgehen und mit anderen zusammenkommen dürfen, dann darf das wohl jeder andere auch.

Wer ist hier zuständig?

Zweitens: Ist der mediale Impfstart auch für die Realität der Gesundheitsverwaltung relevant? Noch am Abend dieses Tages liest man im Kapitel „Impfung“ auf der Homepage des Ministeriums staunend: „Momentan steht in Österreich noch kein COVID-19 Impfstoff zur Verfügung.“ Man wird weiters informiert, dass ein Impfplan vom Nationalen Impfgremium erarbeitet werden wird. Wann das sein wird, steht am 27.12. noch nicht fest. Es gibt ihn bis heute nicht. Das kann auch nicht so schnell gehen, denn laut Homepage trifft sich das Gremium „drei bis fünfmal jährlich“. Zwar wäre für Transparenz gesorgt, weil man „Ergebnisprotokolle der Sitzungen des Impfgremiums offenlegen“ wird. „Die Protokolle können, sobald sie zur Verfügung stehen, hier abgerufen werden“. Bislang stehen keine zur Verfügung.

Na, dann dürfte es aber Zeit werden, mal eine Sitzung zu halten, einen konkreten Plan zu machen und vorzulegen.
Was haben eigentlich Gesundheitsminister Anschober und die dem Kanzler politisch nahestehende neue „Chief Medical Officer“ seit Dezember getan? In dieser Sache jedenfalls anscheinend nichts, was für die Realität sinnvoll wäre. Sie hält seit ihrer Bestellung nur an einem Zeitplan fest, der von der Wirklichkeit überholt ist, und bestaunt gebannt die logistischen Herausforderungen des Alltags.

Verordnungschaos ohne Plan B

Warum sind drittens Reich und Anschober in den Folgetagen der Erstimpfungen nur in Sachen politische Trickkiste hyperaktiv?

Es muss einem erst einmal einfallen, einen Gesetzentwurf am Freitag vor einem Feiertag spätabends zur Begutachtung auszusenden und die Frist mit dem folgenden Sonntag zu begrenzen. Dafür gibt es kein Sachargument mehr, das ist wirklich nur blanke, absichtliche, lächelnde Provokation. Obendrein ist der Inhalt verfassungswidrig, unlogisch, und keine Zahlenbasis kann vorzeitiges Öffnen nach radikalem Sperren erklären.

Zudem verkündet der Kanzler noch öffentlich Details, die gar nicht im Gesetz stehen. Bei den Betroffenen, nämlich allen Menschen in Österreich, bleibt der Eindruck: Es ist eh egal, ob man einen Lockdown ausruft oder nicht.

Dementsprechend ist dann auch die Reaktion: Endlich gibt’s es eine Chance, Unsinn nicht zu erdulden, sondern zu verhindern. Unzählige nehmen aus dem Home Office Stellung. Die Website des Parlaments bricht zusammen. – Waren wir nicht einst E-Government-Europameister? Da hat diese Regierung aber seither viel Boden verloren. – Nicht nur die Zivilgesellschaft, auch die Opposition nimmt ihre verfassungsmäßigen Rechte wahr – was die Regierung vorab einkalkulieren müssen hätte, aber mit der Verfassung hat sie es nicht so. Das Gesetz scheitert diesmal nicht erst vor dem VfGH, sondern schon vor der Entstehung. Der Kanzler und sein Minister haben keinen Plan B.

Verantwortung abschieben und hinterher alles besser wissen

Viertens: Warum duckt die Regierung weg und schickt ihre politisch ausgewählte und daher fachlich überforderte Spitzenbeamtin unvorbereitet in die Medien, als der Öffentlichkeit klar wird, dass der Impfstart vermurkst wurde? Ihr verstörendes ZIB-Interview am 5. Jänner lässt erkennen, wie wenig man sich in der Zentrale um Menschen schert. Der gültige Plan stammt vom 21.12.2020, an dem hält sie auf Befehl von ganz oben stur fest. Später wird inmitten der aufbrandenden Kritik publik, dass schon vor ihrem Auftritt der Plan geändert wurde, um das Impfdosen-Bunkern doch noch zu beenden.

Regierung untergräbt Glauben in Rechtsstaat

Was diese vier Fragen verbindet? Sie betreffen die Fortsetzungsgeschichte, wie man Vertrauen in Staat und Verwaltung zerstört und Rechtsstaat und Demokratie beschädigt. Das sind sehr sensible Konstruktionen.

Eine Regierung muss wissen, dass das Recht nicht deshalb lebt, weil ein Text angeordnet wird, sondern weil der Inhalt von der großen Mehrheit freiwillig und überzeugt befolgt wird.

Mit Ereignissen wie den vier dargestellten wird diese Bereitschaft nachhaltig untergraben. Das hat sich schon bei den ersten verpfuschten Verordnungen und Akten der Hybris der Regierungsspitze (wie etwa Kritik von Verfassungsexperten „juristische Spitzfindigkeiten“ zu nennen) angekündigt. Da die Regierung Kurz daraus keine Lehren gezogen hat, haben sich das Misstrauen und die Nichtakzeptanz verbreitert und verfestigt.

Die Mehrheit vertraut dem Krisenmanagement nicht mehr. Es ist offenbar endgültig vorbei. Der nächste Lockdown mag verordnet werden oder nicht – es wird so irrelevant sein wie das Besuchsverbot zu Silvester oder der Impfplan.

Man wird sich allseits nicht mehr an unverständliche Anordnungen halten und daher werden diese nicht mehr kontrollierbar und durchsetzbar sein. Wo man dennoch Polizeimaßnahmen setzt, werden diese weithin von den Gerichten angesichts der patscherten Rechtssprechung behoben werden. Nach der Parlamentshomepage bricht dann der Vollzug des Rechts unter der großen Zahl von „Denial“-Fällen zusammen.

Das ist die Folge, wenn Vermarktung die überlegte reale Politik ersetzt und der Spin die Fokussierung auf die wirklichen Probleme. Wenn Verantwortung nicht übernommen wird, sondern man ihr ausweicht, wenn nicht die ganze Kraft und alles Können, die man kriegen kann, dem Wohl des Landes gewidmet wird, sondern die schwache Kraft und das begrenzte eigene Können der Regierung bloß der Medienperformance und den Schlagzeilen.

 

Dr. Manfred Matzka war ab 1999 bis 2016 Präsidialchef des Bundeskanzleramtes und zuletzt persönlicher Berater der Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein. Der promovierte Jurist war seit 1980 im Bundesdienst und für Personal, Recht, e-Government, Verwaltungsreformprojekte und die Koordinierung des Bundeskanzleramts ebenso zuständig wie für ressortübergreifende Organisation. Derzeit ist Matzka Aufsichtsratsvorsitzender der Bundestheater-Holding und Vizepräsident von Austrian Standards. Für Kontrast kommentiert er das innenpolitische Geschehen.

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10 Comments
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Das gilt es
Das gilt es
26. April 2021 10:49

zu bedenken: https://www.youtube.com/watch?v=Pv6tzWfDK-w
(Das war ziemlich am Anfang der Vielleicht-Krise, der angenommenen Krise!)

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Petrov
Petrov
26. April 2021 10:40

»Die Mehrheit vertraut dem Krisenmanagement nicht mehr«Das wär fatal! Ich habe ständig gehofft, dass die Mehrheit denen nie vertraut hat.

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Und das meine ich
Und das meine ich
Reply to  Petrov
26. April 2021 10:43

Ubezüglich ALLEM, nicht in Bezug auf Corona. Weil die anderen Übeltaten weit schlimmer wiegen als diese Maßnahmen gegen das eventuell reale Virus.
Warum eventuell real? Weil ich noch von keinem Virus jemals diese Vielleicht-Mutationsvielfalt erfahren habe. Und das allein macht es unglaubwürdig.

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Matthias
Matthias
15. Januar 2021 11:28

Das größte Verbrechen an der Menschheit, was ich zu Lebzeiten erleben darf. Wow, mich wundert, dass nicht schon einige Amok gelaufen sind…..

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hermann
hermann
11. Januar 2021 21:47

Nach dem Lock Down Nummer Drei stellt es sich wiedermal heraus so ein Wahnsinn es funktioniert nicht !! Ehrlich gesagt ich habe mich als einzelne Privatperson immer für das Thema interessiert und meinen Beitrag geleistet, aber jetzt ist es langsam Schluss mit Lustig. Fakt ist doch dass die Lock Down 1-3 nicht funktioniert haben !‘! Sich was anderes zu überlegen fällt diesen Pfeifen wohl nicht ein. Pflicht Testen ging nicht jetzt kommt Zugangs ‚Testen, Dass kommt aber auch nicht wenn der Lock Down bis mindestens 13. Februar verlängert wird.
Wenn im April dann die Pleitewelle kommt, dann haben wir wohl
Neuwahlen. JUHU JUHU

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Hans Werner
Hans Werner
Reply to  hermann
26. April 2021 10:46

Sinn hat in einem seiner Vorträge mal gesagt, dass es ihm so vorkomme, als ob man nur Zeit gewinnen wolle, um der Reichen Geld abzusichern. Aber bezogen auf das gesamtwirtschaftliche Handeln meinte er das.

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Mahler
Mahler
9. Januar 2021 18:25

Vielen Dank für den guten Kommentar! Kleine Ergänzung: der Tag vor dem Feiertag war ein Donnerstag (31.12.) und nicht Freitag. Eine Frage: kann man die betreffenden drei Herren nicht wg. der Übertretung der Lockdown-Maßnahmen anzeigen?

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rudolf
rudolf
9. Januar 2021 10:27

Bitte, warum verlangt die Partei NICHT den Rücktritt von unserem „Basti-Burli“ ?
Nur Er ist schuld und nicht der Gesundheitsminister Anschober! Nur ER gibt die Vorgaben , wegen der IMPFUNGEN und den anderen „Grauslichkeiten“, VOR,oder?
Wer die Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt, wird BEIDES VERLIEREN!!

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Dein Burli ist ein
Dein Burli ist ein
Reply to  rudolf
26. April 2021 11:05

Mensch, der noch kein einziges aussagekräftiges Statement gegeben hat: weil er selbst keine Kenntnisse hat. Er weiß NICHTS, muss weiterbrabbeln, was man ihm vorgibt zu brabbeln. Auswendig lernen hat gute Noten zur Folge, weil man nur weitergibt, das von einem gefordert wird. Denken ist dabei

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Petrov
Petrov
Reply to  Dein Burli ist ein
26. April 2021 11:05

eine unerwünschte Nebensache und würde zu gegenteiligen Noten führen, hehe.

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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman

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    2% 2%
    66 Stimmen - 2% aller Stimmen
  • Ich engagiere mich nicht, möchte es aber tun. 1%, 1%
    1% 1%
    54 Stimmen - 1% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 3817
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9. Dezember 2025
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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman

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