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Von der Kohle zu Solar- und Windkraftwerken: Energiewende in Indien, Pennsylvania und auf den Philippinen

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Von der Kohle zu Solar- und Windkraftwerken: Energiewende in Indien, Pennsylvania und auf den Philippinen

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Good News, Internationales, Umwelt & Klima
Lesezeit:3 Minuten
26. März 2024
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Drei Beispiele aus Indien, dem US-Bundesstaat Pennsylvania und den Philippinen zeigen, dass klimafreundliche Stromerzeugung und die Energiewende gelingen können. Dort verabschiedet man sich von Kohle und baut große Solar- und Windkraftwerke. Denn Kohle, Öl und Gas sind als fossile Energieträger extrem klimaschädlich. Um gegen die Klimakrise vorzugehen, müssen sie von erneuerbaren Energieträgern ersetzt werden. 

Indien baut den größten Solarpark der Welt

In einer kargen Salzwüste im Westen Indiens entsteht das größte Solar- und Windkraftwerk-Kraftwerk der Welt. Es soll nach der Fertigstellung in 3 Jahren rund 17,4 Millionen indische Haushalte mit sauberem Strom versorgen. 20 Milliarden Dollar kostet der Bau dieses Parks. Nach der Fertigstellung wird der Park zu den wichtigsten und größten grünen Energiequellen weltweit gehören. Hinter dem Projekt steht das Unternehmen AGEL (Adani Green Energy Limited), das einst mit Kohle reich wurde und sich jetzt der erneuerbaren Energie zuwendet.

„Eine so große Region, eine Region, die so unbelastet ist, es gibt keine Tierwelt, keine Vegetation, keine Besiedlung. Es gibt keine bessere alternative Nutzung dieses Landes“, sagte der Geschäftsführer Adani zu dem Standort mitten in einer Salzwüste.

Energiewende mit Solar- und Windkraft

Indien gibt 100 Milliarden US-Dollar für Energiewende aus

Indien möchte mit dem riesigen Solar- und Windpark die eigene Energiepolitik zukunftsfähig machen. Denn mit dem Kraftwerk soll die Umweltverschmutzung reduziert, Klimaziele erreicht und gleichzeitig der Energiebedarf gedeckt werden. Schließlich ist Indien nicht nur eines bevölkerungsreichsten Ländern der Welt, sondern auch eines der am schnellsten wachsenden. Dementsprechend hoch ist der Strombedarf. Bisher erzeugt Indien den Strom noch aus 70 % Kohle. Doch das soll sich jetzt ändern. Das Unternehmen plant, im nächsten Jahrzehnt 100 Milliarden US-Dollar in die Energiewende zu investieren, wobei 70 % der Investitionen für saubere Energie vorgesehen sind.

Denn wenn Indien auf fossile Brennstoffe zurückgreifen würde, hätte das katastrophale Folgen für die Bewältigung der Klimakrise. Nicht nur weltweit, sondern auch für das eigene Land. Denn Indien wird – wie andere südasiatische Staaten – immer wieder von extremen Hitzewellen überrollt. Diese Hitzewellen führten zu Stromausfällen, extremer Staub- und Luftverschmutzung und einer beschleunigten Gletscherschmelze im Norden des Landes. Seit 1992 sind mehr als 24.000 Menschen an Hitzewellen in Indien gestorben.

Pennsylvania ersetzt das bisher größte Kohlekraftwerk durch einen Solarpark

Pennsylvania schloss im Juni 2023 eine der größten Kohlebergbau-Anlagen und baut stattdessen jetzt einen riesigen – 2.700 Hektar großen – Solarpark. Und das in unmittelbarer Nähe, um die Umwelt nicht noch weiter zu schädigen. Sobald die Anlange in Betrieb ist, wird sie 75.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Die Kosten belaufen sich auf satte 90 Millionen US-Dollar. Das Mineral Basin Solar Project schließt eine kritische Lücke in der Stromerzeugung und schafft 750 Arbeitsplätze im Baugewerbe. Die Anlage wird voraussichtlich im Jahr 2028 fertig.

Ein riesiger Photovoltaik-Park auf den Philippinen

Auch auf den Philippinen sind die Ambitionen groß, wenn es darum geht, auf Sonnen- und Windenergie umzusteigen. Mit rund 5 Millionen Solarpaneele auf 3500 Hektar könnte die Anlage noch größer werden, als die in Indien. Sie wird voraussichtlich 2026 in Betrieb genommen. Das Energieunternehmen SPNEC (Solar Philippines New Energy Corporation) möchte einen beträchtlichen Teil des Strombedarfs in den Philippinen mit dem Solarpark decken.

Anders als in Indien oder Pennsylvania wird der Solarpark auf den Philippinen auf einem großen Waldgebiet gebaut. Das ist natürlich problematisch. Denn, dadurch wird der Lebensraum von Tieren und Pflanzen weiter zerstört. Erfahrungsgemäß, wirkt sich das negativ auf die Artenvielfalt vor Ort aus. Diese ist jedoch für die Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Ökosystems unerlässlich. Denn davon hängt auch unsere Gesundheit ab.

Klimafreundliche Stromerzeugung: Weg von Kohle und Gas

Die Wissenschaft ist sich schon seit langem einig: Wir können die Klimakrise nur stoppen, wenn wir umweltschädliche Energieträger durch Erneuerbare ersetzen. Das heißt: Weg von Gas und Kohle, hin zu Wind-, Wasser- und Sonnen-Energie. Viele Länder und Regionen haben dies inzwischen begriffen: Die weltweite Leistung von Windenergie hat sich beispielsweise zwischen 2014 und 2020 verdoppelt. Sowohl Indien, Pennsylvania als auch die Philippinen gehen einen Schritt in Richtung Erneuerbare Energien und sind ein Beispiel dafür, wie künftig der Energiebedarf klimagerecht gedeckt werden kann.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. August 2026 aktualisiert.

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1 Kommentar
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Peter
Peter
26. März 2024 21:47

Sorry, man kann Österreich nicht mit Indien und den Philippinen vergleichen! Außer man will Österreich Kaputt machen. Das hat schon eine andere Partei im Programm.
–
Auch der Vergleich mit Pennsylvania hinkt, der US Bundesstaat ist extrem Flach (Höhenunterschied 643 Meter), hat zwei Agglomerationen, der Rest ist so gut wie unbewohnt
–
Natürlich kann man auf alle Vorschriften, Normen und Auflagen pfeifen, wohin das führt siehe China, die von einem Desaster ins nächste schlittern. Jede Kritik und jeder Einwand wird verfolgt, unterdrückt und zensiert.
–
Ja bei uns dauert alles in bisschen länger, auch notwendig wenn man keine Husch-Pfusch-Aktionen an den Tag legen will, bei dem am Ende mehr Schaden angerichtet wird, als es nützt. Das nennt sich aus gutem Grund vollständige Demokratie! Deswegen gehört Österreich auch zu den höchst entwickelten Staaten der Welt!

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