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Strom und Heizen kosten 600 Euro mehr: Arbeiterkammer & SPÖ fordern Umsatzsteuer-Halbierung

Marco Pühringer Marco Pühringer
in Energie, Teuerung, Verteilungsgerechtigkeit
Lesezeit:2 Minuten
21. Dezember 2021
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Die Strom- und Gaspreise sind massiv gestiegen. Auf die Österreicher:innen kommt eine Teuerungswelle zu. Jene die schon von der Corona-Krise hart betroffen sind, treibt der Preisanstieg in die Energiearmut. Die Arbeiterkammer wendet sich mit einem Forderungskatalog an die Regierung.

Strom, Gas und Wärme werden immer teurer. Der Strom-Großhandelspreisindex stieg im letzten Jahr um 85 Prozent – noch dramatischer ist es beim Gas mit einem Preisanstieg von 563 Prozent. Diese Preissteigerungen werden an die Konsument:innen weitergegeben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Strom um 7,4 Prozent, für Gas um 12 Prozent und für Heizöl um ein Drittel gestiegen. Das ist ein Vorgeschmack auf das, was die Konsument:innen im nächsten Jahr erwartet. Denn heuer war diese Kostenexplosion noch nicht so stark spürbar, da die Preise erst gegen Jahresende angezogen haben. Schon jetzt werden Preiserhöhungen für nächstes Jahr angekündigt.

Außerdem müssen aufgrund der geringen Auslastung im Winter von erneuerbaren Energieträgern Gaskraftwerke zur Stromproduktion einspringen – das treibt den Gaspreis noch zusätzlich an.

Die Strompreise gehen morgen Abend, 21.12.2021 um 17 Uhr, in ganz Europa durch die Decke.
– Russland hat die Gaslieferungen reduziert
– viele Kernkraftwerke in Frankreich sind ausgefallenhttps://t.co/OVCyXVkOyG pic.twitter.com/NLLeRybBBS

— Bruno Burger (@energy_charts_d) December 20, 2021

Preissenkungen werden selten weitergegeben – Steigerungen jedoch sofort

Die AK rechnet vor, was diese Mehrbelastung konkret bedeutet. Ein Haushalt in Österreichs Ostregion, der mit Gast heizt, kann mit folgender Teuerung rechnen:

  • 280 Euro (bei einem Verbrauch von 10.000 kWh Gas und 2.200 kWh Strom)
  • über 423 Euro (15.000 kWh Gas; 3.500 kWh Strom)
  • bis zu 600 Euro (23.000 kWh Gas; 4.500 kWh Strom)

Auffällig am Energiemarkt ist, dass Preissenkungen am Markt von den Energielieferanten nur sehr langsam oder gar nicht an die Konsument:innen weitergegeben werden – Steigerungen hingegen sofort. Das konnte die AK in ihrem Energiepreismonitor beobachten, in dem sie seit 2008 den heimischen Energiemarkt analysiert. Beispielsweise sind bei Ausbruch der Corona-Pandemie der Strom- und der Gaspreisindex massiv eingebrochen – davon spürten die Österreicher:innen aber freilich wenig. Neben den hohen Strompreisen belasten aber auch die Netzkosten die Haushalte. Diese werden laut AK bei Strom um rund 8 Prozent und bei Gas um bis zu 15 Prozent steigen.

Geringverdiener sind besonders stark betroffen

Die steigenden Preise sind für Menschen mit niedrigen Einkommen eine kaum stemmbare Herausforderung. Es ist ein Teufelskreis: Sie können sich keine Neubauwohnung mit Niedrigenergiestandard leisten. Sie sind auf bezahlbaren bzw. günstigen Wohnraum angewiesen, der oftmals jedoch mit geringeren Standards oder sogar Baumängeln einhergeht. Wer in einer Wohnung ohne Wärmedämmung bzw. mit schlecht isolierten Fenstern lebt, muss mehr heizen. Häufig ist keine Heizung vorhanden und es muss auf einen Radiator zurückgegriffen werden, der die Stromrechnung in die Höhe treibt. Gleichzeitig greifen diese Haushalte oftmals auf alte Elektrogeräte zurück, die wenig energieeffizient sind.

Sofortmaßnahmen bei zu hohen Energiekosten

SPÖ fordert 300 Euro Soforthilfe und Umsatzsteuersenkung

An der Teuerungswelle verdient auch der Finanzminister mit: Höhere Kosten für Netznutzung, Strom und Gas bewirken auch höhere Mehrwertsteuereinnahmen. Aus diesem Grund will die Arbeiterkammer neben zahlreichen weiteren Forderungen in ihrer Pressekonferenz eine temporäre Halbierung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas erwirken. Eine Forderung, die auch von der SPÖ mitgetragen wird.

„Es liegen genügend konkrete Vorschläge auf dem Tisch – wie etwa die befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas und die 300 Euro Soforthilfe für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Diese, unsere SPÖ-Forderungen bleiben weiterhin aufrecht!“, ließ SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll in einer Aussendung wissen.

Auf eine andere Forderung der Sozialdemokrat:innen ist Klimaministerin Leonore Gewessler bereits eingegangen: Sie setzte die Ökostrompauschale aus.

strompreis gaspreis entwicklung
Die SPÖ fordert 300 Euro Soforthilfe für Haushalte mit niedrigen Einkommen.
Parlament Das Thema "Energie" im Parlament

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Erich Schlepnik
Erich Schlepnik
22. Dezember 2021 13:22

Meiner Meinung nach sollte endlich die Spekulation auf Lebensmittel, Strom, Gas etc., also mit Dingen die man für das Leben unbedingt benötigt, aufhören. Mit einer Halbierung oder Verzicht auf Umsatzsteuer wirft man nur weiterhin den Spekulanten das Geld in den Rachen.

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Die Sängerin Kesha hat das Weiße Haus heftig kritisiert, nachdem dieses ihren Song „Blow“ in einem TikTok-Video verwendet hat, das Gewalt und Krieg zeigt. In dem Clip fliegen Kampfjets über den Himmel, und eine Bombe wird auf ein Schiff abgeworfen, genau als die Zeile „This place about to blow“ aus dem Song erklingt. Kesha äußerte auf ihren sozialen Kanälen, dass sie nicht will, dass ihre Musik für solche Zwecke genutzt wird. Sie erklärte, dass man Krieg und Gewalt nicht verharmlosen darf und distanzierte sich von der Botschaft des Videos. Diese Kritik kam, als die USA gemeinsam mit Israel den Iran angriff. Kesha ist nicht die einzige Künstlerin, die sich gegen die unautorisierte Nutzung ihrer Musik durch die Trump-Administration zur Wehr setzt. Zitat: Mir ist zu Ohren gekommen, dass das Weiße Haus eines meiner Lieder auf TikTok verwendet hat, um zu Gewalt anzustacheln und mit Krieg zu drohen. Krieg zu verharmlosen ist widerlich und unmenschlich. Ich billige es absolut NICHT, dass meine Musik genutzt wird, um Gewalt irgendeiner Art zu bewerben oder zu fördern. Kesha
Die Sängerin Kesha hat das Weiße Haus heftig kritisiert, nachdem dieses ihren Song „Blow“ in einem TikTok-Video verwendet hat, das Gewalt und Krieg zeigt. In dem Clip fliegen Kampfjets über den Himmel, und eine Bombe wird auf ein Schiff abgeworfen, genau als die Zeile „This place about to blow“ aus dem Song erklingt. Kesha äußerte auf ihren sozialen Kanälen, dass sie nicht will, dass ihre Musik für solche Zwecke genutzt wird. Sie erklärte, dass man Krieg und Gewalt nicht verharmlosen darf und distanzierte sich von der Botschaft des Videos. Diese Kritik kam, als die USA gemeinsam mit Israel den Iran angriff. Kesha ist nicht die einzige Künstlerin, die sich gegen die unautorisierte Nutzung ihrer Musik durch die Trump-Administration zur Wehr setzt. Zitat: Mir ist zu Ohren gekommen, dass das Weiße Haus eines meiner Lieder auf TikTok verwendet hat, um zu Gewalt anzustacheln und mit Krieg zu drohen. Krieg zu verharmlosen ist widerlich und unmenschlich. Ich billige es absolut NICHT, dass meine Musik genutzt wird, um Gewalt irgendeiner Art zu bewerben oder zu fördern. Kesha

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