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„Teuerungsausgleich“: Trotz Rekordgewinnen können OMV & Verbund Hilfsgelder erhalten

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Arbeitsminister Arbeitslosengeld Nehammer

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Teuerung
Lesezeit:2 Minuten
28. Juni 2022
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Die Regierung will Betriebe mit hohen Energiekosten fördern. 450 Mio. Euro Hilfszahlungen sollen fließen. Doch wie bei den Corona-Hilfen sind auch beim Energiekostenzuschuss für Unternehmen die Kriterien viel zu wenig treffsicher. Denn auf Basis des Gesetzesentwurfes hätten auch OMV und Verbund Anspruch auf diese Fördergelder. Die SPÖ fürchtet, dass Steuergeld an Unternehmen fließen wird, die mit den steigenden Energiepreisen gerade ihre Gewinne vervielfachen.

Die Hilfsmaßnahmen für Unternehmen mit hohen Energiekosten – das sogenannte Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz sieht vor, dass energieintensive Unternehmen einen „Teuerungsausgleich“ aus Steuergeld bekommen. Dafür hat die Regierung eine halbe Milliarde Euro (450 Mio.) vorgesehen. An wen die Millionen fließen werden, ist extrem weit gefasst. Einzige Bedingung laut Gesetz: Die Energiekosten müssen zumindest drei Prozent des Umsatzes ausmachen. Die Obergrenze von 400.000  Euro gilt beim Treibstoff, bei Mehrkosten durch Strom und Gas gibt es keinen Förderdeckel pro Unternehmen.

Auf Basis des Gesetzesentwurfes hätten auch Krisengewinner wie OMV und Verbund Anspruch auf Fördergelder aus dem Steuertopf – beide schreiben heuer Milliarden-Übergewinne.

„Während in anderen Ländern die Übergewinne von großen Konzernen abgeschöpft und den Steuerzahler*innen zurückgegeben, formulieren ÖVP und Grüne Gesetze, die es Unternehmen ermöglichen, auch noch staatliche Förderungen aus dem Steuertopf zu kassieren, wenn sie Milliarden an der Teuerungskrise verdienen“, kritisiert SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter.

Jetzt obliegt es dem Wirtschaftsminister, die konkreten Kriterien in der Förderrichtlinie festzulegen. Warum man nicht Energieunternehmen wie Verbund und OMV von vornherein ausgeschlossen hat und auch nicht gesetzlich verlangt, dass die Unternehmen aufgrund der Teuerung einen Verlust erleiden müssen, um Steuergeld zu erhalten, verstehen die Sozialdemokraten nicht. „Es gibt auch keine gesetzliche Vorkehrung, dass die Unternehmen diese Förderungen zumindest in Form von niedrigeren Preisen an die Konsument*innen weitergeben müssen“, sagt Matznetter.

Parlament Das Thema "Teuerung" im Parlament

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Dale Spender war eine australische Autorin, Wissenschaftlerin und Feministin, die sich mit der Macht von Sprache beschäftigte. Bekannt wurde sie mit ihrem Buch „Man Made Language“, in dem sie zeigte, dass Sprache nicht neutral ist, sondern gesellschaftliche Machtverhältnisse mitprägt. Sie fragte danach, wessen Stimmen gehört werden – und wessen Erfahrungen in Geschichte, Literatur und Wissenschaft fehlen. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit bestand deshalb darin, vergessene Autorinnen und Denkerinnen wieder sichtbar zu machen. Damit hat Spender eine Debatte angestoßen, die bis heute aktuell ist: darüber, wie Sprache bestimmt, wer gesehen, erinnert und ernst genommen wird. Zitat: Der Feminismus hat keine Kriege geführt, keine Gegner getötet und keine Grausamkeiten begangen. Seine Kämpfe galten der Bildung, dem Wahlrecht, besseren Arbeitsbedingungen, sozialer Absicherung und Reformen im Recht. Wenn jemand sagt: "Oh, ich bin kein Feminist." Dann frage ich nur: Warum? Dale Spender

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COFAG

Die COFAG (COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH) wurde im März 2020 gegründet, um Förderungen an Unternehmen auszuzahlen, die aufgrund der Corona-bedingten Lockdowns mit Einnahmeneinbußen konfrontiert waren. Wie sich im Nachhinein jedoch herausstellte, erhielten große Konzerne wie Starbucks und ÖVP-nahe Firmen teils massive Unterstützungen in Millionenhöhe. Derzeit (Stand 2024) befindet sich die COFAG in Abwicklung und soll bis Ende des Jahres vollständig liquidiert werden.

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ÖVP

Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ist eine der traditionellen Großparteien Österreichs. Sie vertritt vor allem bürgerlich-konservative Werte. Traditionell gilt sie als Interessenvertreterin der Wirtschaft, der Bauern sowie der römisch-katholischen Kirche.

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