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Intensive AMS-Betreuung verkürzt Arbeitslosigkeit deutlich, doch Regierung streicht 1.400 AMS-Stellen

Intensive AMS-Betreuung verkürzt Arbeitslosigkeit deutlich, doch Regierung streicht 1.400 AMS-Stellen

Gerald Demmel Gerald Demmel
in Arbeit & Freizeit
Lesezeit:2 Minuten
7. Dezember 2018
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Sozialministerin Hartinger-Klein will 1.400 Trainer für das AMS abbauen. Obwohl eine Studie des WIFO zeigt, dass intensivere Betreuung den Jobsuchenden hilft und dem Staat mehr bringt als sie kostet. Gerade dort, wo die Vermittlung eher schwierig läuft: Bei Älteren und Langzeitarbeitslosen.

Im Regelfall betreut jeder Mitarbeiter des Arbeitsamtes 250 Kunden. Wie viel Zeit eine Betreuer oder eine Betreuerin für die Unterstützung einer arbeitslosen Person hat, ist wichtig – denn umso mehr individuelle Unterstützung kann angeboten werden.

Im Rahmen eines Pilotprojektes und einer Studie von AMS und WIFO wurden in zwei AMS-Geschäftsstellen (Wien und Linz) mehr Mitarbeiter zur Betreuung der Jobsuchenden eingesetzt. Statt der 250 Kunden, hatte jeder Betreuer nur mehr 100 Jobsuchende zu betreuen. Das Ergebnis war eindeutig:

Das Ergebnis der erhöhten Betreuung im Testgebiet:

  • Jobsuchenden sind durchschnittlich 28 Tage kürzer arbeitslos.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Vermittlung ist um 15 Prozent gestiegen.
  • Pro Geschäftsfall beträgt die eingesparte Summe etwa 604 bis 634 Euro.
  • Das Test-AMS in Wien hat sich 1,64 Millionen Euro erspart.

WIFO empfiehlt mehr Betreuung für Ältere und Langzeitarbeitslose

Das WIFO folgert aus der Studie, dass ein besserer Betreuungsschlüssel die Vermittlungsquote für die Jobsuchenden eindeutig erhöht. Ein Betreuungsverhältnis von 1:100 kommt insbesondere älteren Menschen und Langzeitarbeitslosen zugute. Das sind genau jene Gruppen, deren Arbeitslosigkeit in Österreich kaum sinkt. Mit intensiverer Betreuung kann genau diesen Menschen der Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtert werden.

Hartinger-Klein will das Förder- und Schulungsbudget kürzen, 1.400 Stellen streichen

Die schwarz-blaue Regierung will indes die aktuell positiven Zahlen am Arbeitsmarkt zum Anlass nehmen, im kommenden Jahr Förder- und Schulungsbudgets des AMS zu kürzen. Aus dem AMS hört man, dass im Budget für 2019 200 bis 400 Millionen Euro fehlen werden. Was die Regierung als „Einsparung“ verkaufen wird, könnte für den Steuerzahler letztlich aber ein schlechtes Geschäft werden, wenn man sich die Ergebnisse der WIFO-Studie vergegenwärtigt.

Wien fordert mehr Personal statt Stellenabbau

Die Stadt Wien und ihr Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke stemmen sich gegen den angekündigten Personalabbau von 200 AMS-Trainern und 1.200 Trainern aus Einrichtungen, mit denen das AMS gemeinsam Projekte umsetzt. „Aus der Praxis wissen wir: Personen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben, brauchen mehr Betreuung, um am Arbeitsmarkt erfolgreich Fuß zu fassen. Das erhöht den Erfolg bei der Vermittlung und spart allen Beteiligten sogar noch Geld“, sagt Hanke.

AMS-Algorithmus: Punktabzüge für Frauen, Mütter und über 50-Jährige

Kritik kommt auch an der Idee, in Zukunft den Computer entscheiden zu lassen, wer welche Betreuung am Arbeitsamt erhält. Der AMS-Algorithmus wird Jobsuchende in drei Kategorien einteilen. Wer in der letzten Gruppe landet, wird fallen gelassen. In Wien trifft das fast jeden zweiten Arbeitslosen, betroffen sind vor allem Österreicher über 45 und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Befürchtet wird, dass es Punktabzüge vor allem für Frauen, Mütter und über 50-Jährige gibt – sie bekommen dann weniger Betreuungsstunden und Kurs-Angebote.

Der Wiener Wirtschaftsstadtrat verweist hier auf das Beispiel Polen: „Dort zeigt sich, dass Computer-Entscheidungen die Chancen für die Betroffenen minimieren und ein Leben in Mindestsicherung und Langzeitarbeitslosigkeit festschreibt. Für eine so umfassende Umsetzung der Segmentierungsstrategie muss man sich genügend Zeit nehmen und nicht eine Husch-Pfusch-Aktion durchdrücken.“,

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Aktive Arbeitslose Österreich
Aktive Arbeitslose Österreich
8. Dezember 2018 10:20

Das AMS-Trainer bei privaten Firmen, oft parteinahe, als „AMS-Stellen bezeichnet werden und so getan wird, als würden all die sinnlosen Zwangsmassnahmen eine Wirkung haben, zeigt dass die SPÖ leider immer noch nicht bereit ist, die Realität wahrzunehmen.

Eine Studie des Sozialministerium hat doch schon vor Jahren eindeutig gezeigt, dass die „Aktivierungskurse“ GAR NICHTS bringen, ebenso eine wifo-Studie dass das teure potemkischen Dorft des „zweiten Arbeitsmarktes“ nur 2,8 Tage mehr an ungeförderter Beschäftigung pro Folgejahr bringen (2000 waren das noch 8 Tage pro Jahr) dafür aber über 25 Tage pro Folgejahr mehr an „geförderter Beschäftigung“ (also eine Lockin-Falle).

Da es wesentlich mehr AMS_Geschädigte als am Repressionssystem mitwirkende AMS-Trainer gibt, wäre die SPÖ gut beraten, lieber endlich für die 500.000 Arbeitslose als für die 1.400 Trainer zu kämpfen, wenn sie wieder Wahlen gewinnen will!

Apropos: Ursprünglich waren die Gewerkschaften strikt dagegen, dass der Staat die Arbeitsvermittlung übernimmt, weil dieser nur Interesse an Streikbrechern und Lohndrückern habe!

http://www.aktive-arbeitslose.at/gewerkschaft/gewerkschaftsgeschichte/zweiter_und_dritter_gewerkschaftskongress_zu_fragen_der_arbeitsvermittlung.html

Also vorwärts zu den Wurzeln werte GenossInnen sonst werden wir noch länger den schwarzblauen Wahnsinn haben!

Oder wie Bruno Kreisky sprach: Lernens Geschichte!

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Aktive Arbeitslose Österreich
Aktive Arbeitslose Österreich
Reply to  Aktive Arbeitslose Österreich
8. Dezember 2018 10:25

Übrigens: In den AMS-Kursen überschreiten die AMS-TrainerInnen oft ihre Kompetenzen, weil sie laut Verwaltungsgerichthof nur unterstützen dürfen aber nicht die Überwachungsarbeit des AMS übernehmen dürfen!

http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/rechtshilfe/ams_massnahmen_beratungs-_und_betreuungseinrichtungen_bbe.html

Wer an der Repression des AMS mitwirkt, ist agiert als Feind ALLER Arbeiter*innen, denn der Druck auf Arbeitslose dient dazu ALLE Arbeiter*innen unter Druch zu setzen damit diese zum Wohle der Reichen und Superreichen immer schlechtere Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen hinnehmen.

Wir Erwerbslose sind daher eigentlich die Speerspitze der neuen Arbeiter*innenbewegung 2.0!

Wir bitten daher um Weitergabe unserer Infos und um Erfahrungsberichte aus den AMS-Zwangsmassnahmen!

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Mia
Mia
8. Dezember 2018 09:59

Die beste Betreuung und die besten Kurse schaffen jedoch keine Arbeitsplätze. Alles was mit AMS zu tun hat ist nur eine Geld- und Zeitverschwendung. Eigentlich ist die ganze Politik nur eine Farce!

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Nedeljko Simic
Nedeljko Simic
7. Dezember 2018 20:01

Die Arbeitslosigkeit Verkürzungen des AMS sind ein Fake, dies Beruht darauf das man Nötigungen betrieben hat, die die weiter beim AMS sind jedoch aus dem EU Fördergeldern zu irgendwelchen Kursen die Sie gar nicht brauchen, genötigt und gezwungen wurden da Sie dann während dem Kurs nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik aufscheinen. Es wurde denn Menschen so mehr geschadet da diese Kurse der Wirtschaft bereits bekannt sind, so wurde z.B. der ECDL Computerfü hrerschein durch das AMS abgewertet, jede Firma weiß heute das jemand der diesen Schein hat länger beim AMS war womit diese Leute Benachteiligt werden, das Ding man also besser nirgends vorzeigt. So ist das mit allen AMS Kursen. Kurse die die Leute jedoch für Ihren Beruf benötigen werden vom AMS behindert und nur ungern gefördert, da haben die obersten vom AMS wahrscheinlich keine Freunderl sitzen wo Sie selber Mitkassieren von den Fördergeldern.

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Nedeljko Simic
Nedeljko Simic
7. Dezember 2018 19:45

Das AMS dient nur sich selbst, wenn man Bedenkt das die keine Vermittlung mehr betreiben sondern diese an Private Unternehmen Ausgelagert wurden (man dort als Datensatz gilt, Persönlicher Kontakt oder so nicht üblich ist man für Daten Kassiert, es somit keinerlei Vermittlung im richtigen Sinn gibt). Es bei den Kursen des AMS es nur darum geht das das AMS selber Arbeit Vortäuscht um EU Fördergelder Versanden zu lassen, Leute zu Kursen zwingt die Sie gar nicht benötigen auf der anderen Seite Kurse die man braucht nicht Fördert und so Langzeitarbeitslosigkeit gefördert wird. Von der Nötigung sich irgendwelchen Personalagenturen mit denen die oben Sitzenden wahrscheinlich so die Fördergelder in die eigenen Taschen Befördern, in Zwangsarbeit bereitzustellen mal angesehen. Von Diskriminierung die dort betrieben wird ganz zu Schweigen. Das AMS und die Angelernten Trainer zur Menschenverblödung sind die letzten die jemand Bemitleiden sollte.

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Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman
Der niederländische Historiker Rutger Bregman wurde 2019 einem neuen Publikum bekannt, als er beim Wirtschaftsgipfel in Davos kritisiert hat, dass man dort nicht genug über Steuern und Gerechtigkeit spricht. Der Auftritt wurde zu seinem Markenzeichen. Nun hat er in einer Talkshow den norwegischen Milliardär zur Rede gestellt, warum der sein Vermögen nicht besser für die Gemeinschaft nutzt. Bregman findet: Wer enormen Reichtum hat, soll diesen auch nutzen, um die Welt besser zu machen. Er fordert mehr moralische Ambition. Zitat: Ich fordere nicht, dass wohlhabende Menschen ihre Strandhäuser, Luxusautos oder Rolex-Uhren aufgeben. Ich fordere sie auf, zukünftige Historiker stolz zu machen. Die Geschichte erinnert sich nicht an Anlageportfolios. Sie erinnert sich an jene, die alles auf eine Karte gesetzt haben - die ihre Ressourcen, ihre Karrieren und ihren Ruf genutzt haben, um für etwas zu kämpfen, das größer ist als sie selbst. Rutger Bregman

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