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Roman-Neuerscheinung: Das Geheimnis der Lucia Bertoli

Lucia Bertoli

Lucia Bertoli

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Kultur, Rechtsextremismus
Lesezeit:3 Minuten
14. März 2024
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Das Buch „Das Geheimnis der Lucia Bertoli“ erscheint zum 100. Jahrestag der Ermordung des führenden Kopfes der italienischen Sozialdemokratie, Giacomo Matteotti, durch die Faschisten im Juni 1924. Hoch aktuell aufgrund einer neofaschistischen Regierung in Italien, eines österreichischen Politikers, der „Volkskanzler“ werden will und rechtsnationaler Parteien in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Eines der Hauptthemen des Romans ist, der demokratische Widerstand gegen den Faschismus in Italien und Österreich. Lucia Bertoli, (geb. 1891), eine bemerkenswert selbstbestimmte, starke Frau, kämpft in Italien unter Einsatz ihres Lebens gegen den Faschismus. Im demokratischen Widerstand gegen Mussolini begleitet sie Giacomo Matteotti bis zu dessen Ermordung am 10. Juni 1924. Lucia flüchtet nach Belgien und heiratet einen österreichischen Sozialisten im Exil. 1940 flieht sie vor der anrückenden deutschen Wehrmacht über Paris nach Schweden. Sie baut das Matteotti-Komitee mit auf, setzt sich ein in der sozialistischen Frauenarbeit. Gleichberechtigung ist ihr Ziel. Sie kehrt nie wieder in ihre Heimat Italien zurück und stirbt in Österreich.

Das Bühnenprojekt zum Buch

Die szenische Lesung lässt italienische Atmosphäre entstehen. Mehr und mehr tauchen wir ein in die Beziehungsgeschichte zwischen Lucia Bertoli, einer bemerkenswert selbstbestimmten Frau, und Giacomo Matteotti. Lucia kämpft in Italien unter Einsatz ihres Lebens gegen den Faschismus. Sie begleitet Matteotti im demokratischen Widerstand gegen Mussolini. Eine platonische Liebesgeschichte? Wird Mussolinis Befehl, die beiden zu ermorden, als sie ihm zu gefährlich werden, ausgeführt?

Das Publikum wird in die Zeit von Lucia und Giacomo versetzt. Es erspürt die Parallelen zum Hier und Jetzt. Wer wunderbare italienische Atmosphäre in Wort und Klang sucht, kann mit den Künstlern auf der Bühne in sie eintauchen.

Auftritte finden in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich statt.
Lesende: Dietmar Gnedt, Claudia Marold, Harald Monschein
Musiker: Bruno Ciccaglione, Saeid Tehrani

Auszüge aus dem Nachwort zum Buch von Dr. Wolfgang Petritsch

„Mehr noch als andere semifiktionale Werke – etwa von Heinrich Mann oder Stefan Zweig, auch Christoph Ransmayr fällt mir dazu ein – hat mich der Gnedt’sche Plot zum Nachdenken angeregt.“

Durch diesen Roman „… wurde mir wieder einmal in Erinnerung gerufen, wie vielfältig und über Jahrtausende verknüpft die Historien des österreichischen und des italischen Raumes sind. In diesen geografischen Zentralraum – und gelegentlich auch darüber hinaus – setzt der Autor eine atemberaubende Geschichte von Liebe, neu entdeckter Identität und dem Versprechen auf Wahrhaftigkeit.“

Schließlich schreibt Wolfgang Petritsch: „Gramscis und Matteottis Aktualität in Zeiten einer post-faschistischen Ministerpräsidentin im Quirinal sollte uns alle zum politischen Nachdenken anregen.

Europas Zukunft wird 2024 – in Matteottis 100. Todesjahr – neu verhandelt.“

Belegexemplare gerne anfordern unter:
dietmar@gnedt.net oder office@theodorkramer.at

Vielfach ausgezeichneter Autor: Dietmar Gnedt

Dietmar Gnedt
Dietmar Gnedt

Dietmar Gnedt geb. 13.6.1957, Schriftsteller, Bibliothekar und Sozialpädagoge. Lebt in Petzenkirchen (NÖ) und Belgrad (SR). Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem 9 Romane. Übersetzungen ins Italienische, Serbische und Slowenische. Ausgezeichnet durch diverse Preise und Stipendien. Bühnenprojekte, länderübergreifende Schulprojekte und Lesungen in Österreich, Italien, Serbien und Deutschland. Rezensionen in unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften.

L’art pour l’art, die Kunst um der Kunst willen. Kunst, die sich selbst genügt, empfindet Dietmar Gnedt als nutzlos. Kann man annehmen, dass Kunst keinen Zweck hat? Kunst ohne Realitätsbezug?

Von Brecht über Böll bis Jelinek reicht der Bogen der vielen, die Stellung bezogen haben. Vor allem in dramatisch bewegten Zeiten der Veränderungen, muss Kunst und damit auch die Literatur, engagiert sein. Das ermöglicht dem Leser, seine Position zu finden. Geschichtenerzähler unterstützen den Zuhörer dabei, Wege im Chaos aufzuspüren. Insofern freuen Cornelius Obonyas Worte den Autor: „Dietmar Gnedt ist ein Geschichtenerzähler am Lagerfeuer.“
Lasst uns Geschichten erzählen.

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Für viele Frauen ist Gewalt Teil ihrer täglichen Realität. So erlebt jede dritte Frau in Österreich im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Simone de Beauvoir war Philosophin und eine wichtige Denkerin der Frauenbewegung. Ihr Buch "Das andere Geschlecht" ist zu einem Standard-Werk des Feminismus geworden. Beauvoir hat gezeigt: Rollenbilder sind das Ergebnis von Macht- und Gewaltverhältnissen und nicht natürlich vorgegeben. Zitat: Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. Simone de Beauvoir

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