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Warum Kinder an Ganztagsschulen weniger oft Nachhilfe brauchen + Die Superreichen sind reicher als wir denken + weitere lesenswerte Artikel

Lesenswerte Artikel der Woche, empfohlen von der Kontrast Blog Redaktion. Wir wünschen ein erholsames Wochenende und eine Menge Lesespaß!

Hung Brexit? –  Wie sich die Wahlniederlage der Konservativen auf die Brexit-Verhandlungen auswirkt (Der Freitag)

Der Erfolg von Jeremy Corbyn am 8. Juni war nicht nur ein Schlag ins Gesicht für Teresa May, sondern wird auch Auswirkungen auf die EU-Austrittsverhandlungen Großbritanniens haben. Die Entscheidung darüber wird zwar nicht aufgehoben, doch in welcher Art der Brexit vorangetrieben wird, liegt ab nun nicht mehr allein in der Hand der Premierministerin. Anders als der Labour-Chef, präferiert May einen harten Schnitt. Um diesen durchzupeitschen, fehlt ihr nun aber das Mandat.

Lesen Sie mehr: freitag.de

Keine Hausaufgaben für Mama! – Warum Kinder an Ganztagsschulen weniger oft Nachhilfe brauchen (Profil)

Insgesamt werden in Österreich pro Jahr rund 100 Millionen Euro für Nachhilfestunden ausgegeben. Laut einer aktuellen IFES-Studie benötigen fast zwei Drittel aller Schulkinder die Hilfe ihrer Eltern. Hier sind es vor allem Mütter, die sich – neben Job und Hausarbeit – auch um das schulische Weiterkommen ihrer Kinder kümmern. SchülerInnen aus bildungsfernen und/oder einkommensschwachen Schichten sind dabei besonders benachteiligt, denn für Nachhilfe fehlt dort das Geld. Ganztagsschulen können Abhilfe schaffen. Studien stellen Ganztagsschulen ein durchwegs positives Zeugnis aus. GanztagsschülerInnen brauchen weit weniger Nachhilfe. Trotz der vielen Vorteile, die diese Schulform bringt, scheinen bessere Bildungschancen für alle eben doch nicht allen ein echtes Anliegen zu sein. Zu groß könnte die Konkurrenz für den eigenen Nachwuchs werden und somit konservative Familienvorstellungen in ihren Grundfesten erschüttern.

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Wie das BMI zwei Millionen Euro an Vereine und Firmen rund um Ex-Chef des Integrationsfonds verteilte (Der Standard)

Innenminister Wolfgang Sobotka bescherten die vielen Berührungspunkte mit dem ehemaligen Integrationsfonds-Chef Alexander Janda eine parlamentarische Anfrage der Grünen. Die wirtschaftlichen Verflechtungen Jandas lagen dabei im Fokus des Interesse. Das Bundesministerium für Inneres lässt sich Aufträge und Förderungen an Vereine und Gesellschaften, in denen Generalsekretär Janda eine Rolle spielt bzw. gespielt hat, einiges kosten – im Zeitraum zwischen 2007 und 2015 nämlich ziemlich genau 2.1 Millionen Euro. Darüber welche Aufträge des BMI genau an Nimbusec, einem Dienstleistungsunternehmen im Bereich IT-Security und Big Data Analyse, ergingen, hat sich Sobotka bis dato noch nicht geäußert.

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Mehrsprachigkeit als Ressource – Warum die Deutschpflicht in der Schulpause populistisch und pädagogisch kontraproduktiv ist (Der Standard)

Jedes dritte Kind einer Wiener Volksschule könne dem Unterricht nicht folgen, beklagte eine Lehrerin. Mangelnde Deutschkenntnisse und wenig Unterstützung von Eltern für ihre Kinder und fehlende Mittel für Schulen seien das Problem. Die Forderung der Lehrerin, die Kinder sollen in der Pause nicht in ihren Muttersprachen sprechen, zeuge von Ahnungslosigkeit und fehlender Erfahrung. Jede Schulklasse ist ein Abbild der Gesellschaft – würden mehr Erwachsene als gutes Beispiel vorangehen, hätten es Kinder auch einfacher. Verbote sind nur wenig zielführend, weil sie nur weiter ausgrenzen. Viel wichtiger ist es, den Aspekt des Einenden zu fokussieren – ganz nach dem Motto: Sprache lernt man voneinander und miteinander.

Lesen Sie mehr: derstandard.at

Nein ist nicht genug! – Naomi Kleins scharfe Kritik an Präsident Trump und warum man ihn nicht unterschätzen darf (The Guardian)

Die kanadische Globalisierungskritikerin und politische Aktivistin Naomi Klein warnt davor, President Trump nicht ernst zu nehmen: „Er ist zweifelsohne ein Idiot, aber unterschätzen Sie nicht, wie gut er darin ist!” Trump sei ein „Showman“, der es versteht, seine Verhandlungspartner geschickt abzulenken und zu täuschen. Er umgibt sich mit den größten Profiteuren der Weltwirtschaftskrise und macht sie zu seinen engsten Beratern und sogar Wirtschafts- und Außenministern. In ihrem neuen Buch „No is not Enough“ kritisiert Klein zum Beispiel, dass sich die Medien viel zu sehr mit den angeblichen geheimen Absprachen zwischen Trump und Russland beschäftigen. Dieser Fokus würde nichts bringen oder ändern, so Klein. Fragen der sozialen Sicherheit, der Gewährleistung von medizinischer Versorgung oder des Lohndumpings sollten im Zentrum des öffentlichen Interesses stehen. Trump profitiere sehr davon, dass der Fokus nicht stärker auf wirtschaftliche Fragen gerichtet sei, gibt die Journalistin zu bedenken. Der US-amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky bezeichnet Kleins Buch als „dringlich, zeitgemäß und sehr wichtig”. Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis beschreibt es als „Handbuch der Emanzipation mit den einzigen Waffen gegen Menschenhass: konstruktiven Ungehorsam”.

Lesen Sie mehr: theguardian.com

Die Superreichen sind reicher als wir denken (The Guardian)

Steueraufzeichnungen sind ein Instrument um ökonomische Ungleichheiten zu belegen. Sie beinhalten detaillierte Informationen über das Einkommen (und häufig auch das Reichtum) von SteuerzahlerInnen. Kürzlich geleakte Steueraufzeichnungen belegen, dass die Einkommensungleichverteilung weltweit größer ist, als bisher angenommen – und dringend einer Korrektur unterzogen werden sollte.

Lesen Sie mehr: theguardian.com

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