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Warum in der Politik viel mehr gestritten werden muss und weitere lesenswerte Artikel

Alles zur Ibiza-Affäre

Lesenswerte Artikel der Woche, empfohlen von der Kontrast Blog Redaktion. Wir wünschen ein erholsames Wochenende und eine Menge Lesespaß!

„Responsible Science“- Der fundierte Konter gegen das Postfaktische (Der Standard)

„Gerade in Zeiten von „alternative facts“ und selektiv kommunizierter Statistiken bedarf es dringend wissenschaftlicher Grundlagen, um den öffentlichen Diskurs über Migration, Flucht und Asyl zu versachlichen“, betont die ehemalige WU-Vizerektorin Barbara Sporn. Ihr Appell richtet sich vor allem an öffentliche Universitäten. Diese sollen sich wieder als „Ort des Widerstands“ gegen politische Instrumentalisierung wehren und Konzepte für „umsetzbare Lösungen“ anbieten.

Lesen Sie mehr: derstandard.at

„Sprache und Populismus“ – Warum in der Politik viel mehr gestritten werden muss (Wiener Zeitung)

Im Rahmen der „future ethics“-Talkreihe diskutierten die Linguistin Ruth Wodak und die SPÖ-Politikerin Gertraud Knoll-Lacina über „Sprache und Populismus“. Beide konstatieren eine erschreckende Sprachlosigkeit unter vielen PolitikerInnen, die mitverantwortlich für den Erfolg der Rechtspopulisten ist. Beide sehen in einer offenen Streitkultur ein wirksames Mittel gegen Rechtspopulismus.

Lesen Sie mehr: wienerzeitung.at | Einen Videomitschnitt der Veranstaltung gibt es bei YouTube

Eine „Welt von Gestern“ – aktueller denn je (The New Yorker)

Stefan Zweig hat diese „Welt von Gestern“ als Zeuge und hochsensibler Beobachter erlebt. Über das Persönliche hinaus erzählt das Buch vom Wachsen der Schatten über Europa bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Zweig nimmt weder sich, noch seine intellektuellen Zeitgenossen aus der Verantwortung, die Zeichen der Zeit und vor allem Hitlers Bedeutung verkannt haben. Nicht ernst genommen und vor allem in intellektuellen Kreisen verspottet, kam Hitler letzten Endes demokratisch gewählt doch an die Macht. Im Artikel über Zweig zieht der Autor, Georg Prochnik, Parallelen zum amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Lesen Sie mehr: newyorker.com

Wenn sich hinter empörten „Frauenrechtlern“ Sozialrassisten verstecken (Pädagogische Hochschule NÖ)

Die Wiener Migrationsforscherin Assimina Gouma erklärt warum Neoliberalismus niemals die Lösung für unsere aktuellen Probleme sein kann. Laut Gouma steht die omnipräsente anti-migrantische Welle in keinem Verhältnis zur Realität: „Viele PolitikerInnen sind auf dieser Welle groß geworden, und ihre politische Vision ist dann die Kürzung der Mindestsicherung. Der Sozialrassismus der „Eliten“ ist das Problem, nicht die MigrantInnen“, warnt sie.

Lesen Sie mehr: blog.ph-noe.ac.at

Warum die Flucht von Ex-Nazis aus der Sowjetzone im Jahr 1945 noch heute die Wahlen in Österreich beeinflusst (Die Presse)

1945 flohen frühere Nationalsozialisten aus Angst vor strengeren Bestrafungen durch die Russen in die US-Besatzungszone. Diese Wanderungsbewegung hatte laut Forschern des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung auch deutlichen Einfluss auf das Wahlverhalten in der (ehemaligen) US-Besatzungszone – bis heute. So stieg der Anteil an Rechts-WählerInnen in der vormaligen US-Besatzungszone deutlich an, während es bei den Wahlergebnissen von SPÖ und ÖVP fast ein Jahrhundert lang kaum regionale Änderungen gab.

Lesen Sie mehr: diepresse.com

Akademikerball 2017 – Wo „fake-news“ nicht gern gehört werden … (Vice)

Der VICE-Redakteur Christoph Schattleitner erzählt über seinen Besuch am letzten Akademikerball – mit Schmiss, der keiner ist. Er berichtet über Norbert Hofer, der Österreich aus der Mittelmäßigkeit erheben will, französische Identitäre, die hier „innerhalb der Gesinnung“ netzwerken wollen und Amerikaner, die das Spektakel zum Brüllen komisch finden.

Lesen Sie mehr: vice.com/alps

Die klügere Version von Trump – Steve Bannon (Die Zeit)

Er gilt als rechthaberisch, unbeherrscht und macht keinen Hehl aus seinen Verbindungen zur Neonazibewegung. Steve Bannon, oder „Trump-Flüsterer“, wie er von manchen genannt wird, ist seinen politischen Zielen mit dem Wahlsieg Trumps einen Riesenschritt näher gekommen. denn: Er wurde von Trump zum Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates ernannt.

Lesen Sie mehr: zeit.de

Video der Woche: Austria Second

Weitere Videos zu diesem Satire-Projekt sind unter everysecondcounts.eu aufgelistet.

Zitat der Woche

Am 10. Februar 1898 ist der Dramatiker und Lyriker Bertold Brecht geboren.

Heute leben wir in einer Zeit, in der nationale Hysteriker, neoliberale Verfechter des totalen Marktes und Fake-News-Präsidenten ständig und teilweise professionell versuchen, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen.

Dazu ein passendes Brecht-Zitat …

Bertolt Brecht - Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“

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