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„Diese Kommission ist vor allem ein taktisches Manöver, um aus den Schlagzeilen zu kommen“

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„Diese Kommission ist vor allem ein taktisches Manöver, um aus den Schlagzeilen zu kommen“

Wikipedia - Welt Atlas - CC BY-SA 3.0

Kontrast Redaktion Kontrast Redaktion
in Rechtsextremismus, Schwarz-Blau
Lesezeit:2 Minuten
27. April 2018
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Die FPÖ hat eine „Historiker“-Kommission einberufen. Nach der Affäre um den niederösterreichischen Spitzenkandidaten Udo Landbauer, dessen Burschenschaft „Germania“ ein Liederbuch mit antisemitischen Texten herausgegeben hatte, wurde der Druck  zu groß. Vor allem jetzt, wo sie Kurz in der Regierung geholt hat. Dass „diese Kommission vor allem ein taktisches Manöver ist, um aus den Schlagzeilen zu kommen“, erzählt der FPÖ-Ideologe und Mitglied der Kommission Andreas Mölzer überraschend ehrlich im „Kärntner Monat“.

Die Kommission ist bereits in die Kritik geraten. So ist die Kommission voller Personen, die selbst eine Nähe zur rechten Szene und zum Burschenschafter-Milieu aufweisen. Geleitet wird sie vom Rechtsprofessor Wilhelm Brauneder, der etwa die Einladung des berüchtigten Rechtsextremisten Reinhold Oberlercher an die Uni Wien unterstützt hat. Und auch die sonstige Besetzung macht skeptisch, dass hier wirklich die braunen Flecken in der FPÖ aufgearbeitet werden sollen.

Außerdem haben führende Burschenschafter von Anfang an verkündet, keine Einsicht in interne Dokumente gewähren zu wollen. Auch einige Mitglieder der Historiker-Kommission selbst erachten eine Einsichtnahme für nicht notwendig.   

Und jetzt hat der Leiter der FP-internen „Referenzgruppe“ für die Historikerkommission auch ganz offen zugegeben, dass die Kommission nicht viel mehr als eine PR-Aktion ist:

 „Diese Kommission ist vor allem ein taktisches Manöver, um aus den Schlagzeilen zu kommen“, gibt Andreas Mölzer im Kärntner Monat offen zu. 

Die Historiker-Kommission soll die FPÖ also aus der Schmuddelecke führen. Aber nicht durch echte Aufarbeitung, sondern durch Täuschung. FPÖ-Chef Strache hat die Aussagen von Mölzer zurückgewiesen. „Diese Aussagen von Herrn Mölzer sind für mich in keiner Weise nachvollziehbar“, sagte der Vizekanzler bei einer Pressekonferenz. Konsequenzen hat Strache aber keine gezogen, Mölzer ist weiterhin Mitglied der Referenzgruppe.

FPÖ-Historikerkommission: Der rechte Rand untersucht sich selbst – zum Dossier!

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Burschenschaften

Was machen Burschenschaften in Österreich eigentlich? Was bedeutet es, als österreichischer Burschenschafter deutschnational zu sein? Warum berufen sich die Verbindungen auf das Revolutionsjahr 1848 – und was verschweigen sie? Zwei Rechtsextremismus-Expert:innen, Brigitte Bailer und Bernhard Weidinger, sprechen über Burschenschaften und ihre politische Wirkmacht. Denn vor allem für die FPÖ bilden sie eine Personalreserve. 

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Burschenschaft

Burschenschaften sind konservative bis nationalistische Männervereinigungen. Ihre Ursprünge gehen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Aktuell gibt es in Österreich ungefähr 4.000 Mitglieder. Sie sind vor allem politische Netzwerke. Burschenschaften sehen sich als Teil der Elite der Gesellschaft. Burschenschaften sind farbentragend. Das bedeutet, die Mitglieder tragen ein farbiges Band um den Oberkörper sowie eine Kappe. In schlagenden Burschenschaften muss man mit Säbeln fechten, um seine Treue und Männlichkeit zu beweisen. Bei den Kämpfen kommt es oft zu schweren Verletzungen mit lebenslangen Narben, z.B. im Gesicht („Schmiss“). Immer wieder werden Burschenschaften wegen ihrer Verbindungen zu Rechtsextremisten oder Geschichtsverharmlosung in Bezug auf den Nationalsozialismus beobachtet. Mitglied einer Burschenschaft bleibt man nach dem Ablegen des Burschenschafter-Eids lebenslang. Allerdings kann man bei grobem Fehlverhalten

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FPÖ

Die FPÖ gibt sich gerne als „soziale Heimatpartei“. Egal ob unter Jörg Haider, Heinz-Christian Strache oder jetzt Herbert Kickl. Sie tut so, als ob sie die Partei der “kleinen Leute” wäre. Doch egal, ob in Opposition oder Regierung: Die FPÖ vertritt gemeinsam mit der ÖVP Konzerne und Österreichs Reichste. Hier der Beweis!

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