SPÖ-Vorschlag

Millionärssteuer soll zwei Milliarden Euro bringen

Die Spitzenkandidatin der SPÖ, Pamela Rendi-Wagner, fordert eine Besteuerung von Vermögen über einer Million. In Österreich zahlen Beschäftigte 80 Prozent der Steuern. Vermögen tragen so wenig bei wie in kaum einem anderen Land. Durch eine Vermögens- und Erbschaftssteuer über einer Million will die SPÖ die Entlastung der kleinsten Einkommen finanzieren.

In kaum einem anderen Land wird Vermögen so wenig besteuert wie in Österreich. Österreich ist ein Ausreißer in der westlichen Welt. Das will die SPÖ jetzt ändern, wie Pamela Rendi-Wagner im ORF-Sommergespräch angekündigt hat.

Vermögenssteuern im OECD-Vergleich

Erbschaftssteuer ist Erleichterung für „Häuslbauer“

Erbschaften ab 1 Million Euro sollen wieder besteuert werden. Das betrifft nur ein Prozent der Bevölkerung. Denn 99 % der Bevölkerung erben weitaus weniger als eine Million Euro.

Es gibt zwar keine echte Erbschaftssteuer für Millionäre, aber es gibt sehr wohl eine versteckte Erbschaftssteuer für alle, die Häuser oder Wohnungen ihrer Eltern erben. Die Grunderwerbssteuer wird nämlich nicht nur beim Neukauf von Immobilien fällig, sondern auch bei Schenkungen – und Erbfällen.

Beerben Eltern ihre Kinder heute mit einem Einfamilienhaus, das 1 Million Euro wert ist, sind für die Erben derzeit rund 20.000 Euro fällig.

Die Grunderwerbssteuer bei Erbschaften und Schenkungen fällt im SPÖ Modell weg. Das heißt für die Erben des Einfamilienhauses: Für das 1 Millionen-Häuschen sind keine Abgaben fällig. Jeder Euro darüber wird versteuert.

Zudem ist die Abgabenhöhe nach Erbschaftssumme gestaffelt. Bei einen Vermögen von über 1 Mio. Euro ist 25 Prozent  für die Summe über einer Million fällig, 30 Prozent werden für das Erbe über 5 Millionen fällig. Erst bei Vermögen von mehr als zehn Millionen Euro soll die Erbschaftssteuer volle 35 Prozent betragen.

Das würde 500 Millionen Euro bringen. Das trifft prinzipiell auf Zustimmung unter den Österreichern und Österreicherinnen: laut PROFIL-Umfrage sprachen sich 56 Prozent der Befragten prinzipiell für eine Erbschaftssteuer aus.

In Österreich wird Vermögen vererbt

Ausnahmen für Familienbetriebe und Traditionshöfe

Entwarnung gilt auch für die Erben land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Denn Höfe bis zu 150 Hektar sind nach SPÖ-Modell steuerbefreit. Bei Betriebsübernahmen gilt die Regel: Wenn das Geschäft über fünf Jahre fortgeführt und die Angestellten übernommen werden, bleiben 85 Prozent des Betriebsvermögens steuerfrei.

Wird eine Spenglerei, die 10 Millionen wert ist, vererbt, der Betrieb wie gefordert 5 Jahre fortgeführt und die Angestellten nicht gefeuert, passiert Folgendes. 85 Prozent bleiben unangetastet. Von den restlichen 1,5 Millionen Euro wird die erste 1 Million als Freibetrag abgezogen. Es bleiben 500.000 €, für die 25 Prozent Steuer fällig sind. Die neuen Besitzer der Spenglerei erben einen Betrieb mit Wert von 10 Millionen Euro und führen 125.000 Euro an den Staat ab.

Vermögenssteuer ab einer Million

Und auch auf bestehendes Vermögen sollen „Reiche und sehr Reiche“ eine kleine Steuer zahlen: Vermögen über einer Million sollen jährlich 0,5 Prozent Steuer zahlen. Ab einem Vermögen von zehn Millionen Euro ist die Steuerhöhe ein Prozent.

Erbschaftssteuer fordert SPÖ Vorsitzende Rendi Wagner

Im Sommergespräch fordert Rendi-Wagner eine Vermögens- und Erbschaftssteuer.

Steuerbefreiung der kleinsten Einkommen

Die Vermögenssteuer würde jährlich etwa 1,5 Milliarden Euro bringen. Mit der Erbschaftssteuer zusammen macht das zwei Milliarden Euro. Damit könnte man die Steuerbefreiung für Einkommen bis zu 1.700 Euro finanzieren. Und 1.700 Euro sollen in Zukunft alle bekommen, denn die SPÖ fordert einen Mindestlohn in dieser Höhe.

Die Wahrheit über die Erbschaftssteuer – Oder: Du bist zu 98 Prozent nicht betroffen

Eine Handvoll Menschen bekommt in Österreich beinahe das gesamte vererbbare Vermögen, während alle anderen praktisch leer ausgehen. Von der Erbschaftssteuer ist nur eine ganz kleine reiche Minderheit betroffen.

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EKA
EKA

Rechnet man die Landfläche auf die Menschen auf, kommen auf eine Person 10000 Quadratmeter, aber nicht mehr. Natürlich wenig produktive Flächen nicht raus gerechnet. Aber: Deshalb darf niemand mehr als diese Fläche besitzen; und jeder, der drüber liegt hat seinen Zehent zu leisten, ums metaphorisch zu sagen. Natürlich nicht nur im Zehnerbereich, sondern deutlich darüber. Wobei Nichtnutzern diese Pachtart als Grundrente zufließen gelassen werden könnte. Und schon gäbe es eine Rechtfertigung für diese für alle Erdenbürger. Wer zur Produktion beleiht, soll auch Abgabe leisten; zumal diese heutzutage auch noch staatlich beschenkt und/oder entlastet werden. Ja, Schmarotzer leben eben auf Kosten… Weiterlesen »

Auch diese Neid-
Auch diese Neid-

debatte brächte nur etwas, würden die 2 Mrd. jährlich erzielbar. Einmalig bringt das nichts, weswegen sogar ich dagegen bin. Gegen jährliche Einbesteuerung bin ich allerdings überhaupt nicht. Schon gar nicht, wenn ich mir diese krankhafte Debatte um die Pensionen ansehe, die ständig damit gerechtfertigt wird, dass, wer mehr und länger einbezahlt hat, auch mehr zu erhalten habe; und dies, obwohl jedem, der denken kann, klar sein müsste, dass das Einbezahlte gar kein Kriterium sein kann*, sondern wieder nur gegen die Bürger ausgespielt wird, um Stimmen über eine vermeintliche Gerechtigkeit zu gewinnen, aber nach zweimal jährlichen Pensions- eingriffen bei den Normalbürgerpensionen,… Weiterlesen »

Längere Pension fürs
Längere Pension fürs

Volk, macht das erst möglich, was typischerweise
auch beabsichtigt ist:

»… aber nach zweimal jährlichen Pensions-
eingriffen bei den Normalbürgerpensionen,
die Apparatchiks weiter hinausfüttern zu
wollen der (HINTER)Grund ist …«

Wir sollen die 680000 der öffentlichen Verwaltung
raus füttern und viele Staatsbedienstete mehr, aber
selbst arbeiten bis zum Tod.

Deshalb müssen für Reiche die Steuern rauf, aber
mindestens EU-weit, sonst funzt das nicht.

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